Ein Kopf in einer Plastiktüte vor dem Büro, dazu ein erschossener Geschäftsführer. Mit der NGO »Interni« stimmt deutlich etwas nicht. Und nichts ist lästiger für eine wohltätige Stiftung als schlechte Presse. Fürchtet der Lebensmittel- und Fleisch-Tycoon Wellinghofen, der Hauptmäzen der »Interni«, und schickt seine Mitarbeiterin für besondere Fälle, die sich gerade Eve Klein nennt, nach Zürich zum Stiftungssitz. Nebenbei soll sie auch noch Geld für ihn auf dem Kunstmarkt waschen, mit Hilfe der mehr als undurchsichtigen Mascha Harvensteen, die als Guru der Kunstwelt gilt. Neben dem sichtlich überforderten Stiftungsvorstand Max Karnofsky bekommt es Eve zudem mit dessen eisiger Gattin Helena zu tun, mit den Töchtern der Familie – Zwillinge, die glatt aus Shining stammen könnten ‒, und einem ruppigen Berater aus London mit unguten Verbindungen. Eine Welt der Reichen und Superreichen, in der alles funktional ist. Einschließlich der Kinder. Aber das Einzige, was wirklich zu funktionieren scheint, ist der Rasenmähroboter. In dieser Welt sind Big Business, Gier und Organisiertes Verbrechen eng miteinander verzahnt. Wenn auch anders, als Eve sich das zunächst denkt …
Sybille Ruge
Sybille Ruge, geboren in der DDR, absolvierte die Schauspielschule »Hans Otto«, Leipzig, mit Diplom und die Meisterklasse für Schauspiel, Palast der Republik, Ost-Berlin, arbeitete dann als Kostümbildnerin für Bühne und TV und ab 1997 bis heute als Entwicklerin in der Textilindustrie. 2022 erschien ihr Debütroman Davenport 160x90 bei Suhrkamp. Lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Zürich.
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»Die Glauser-Preisträgerin ... ist nun mit einem scharfsinnigen und sehr schnellen Krimi wieder zurück.«
Sven Trautwein ()
»Sybille Ruge kann schreiben, und zwar so hart, schnell, bösartig und schnoddrig, dass es auch schon mal wirkt, als berausche sie sich an den eigenen Pointen. Stört aber nicht weiter, weil die Sprüche gut sind. … Mit ihrer unverwechselbaren Tonlage ist sie nach nur zwei Büchern zu einer der vitalsten Stimmen im deutschen Kriminalroman geworden.«
Peter Körte ()
»Wortgewaltige und sprachverliebte Kapitalismuskritik, getarnt als Krimi.«
Peter Huber ()
»Ein Krimi, der ebenso wortgewaltig wie spannend ist und der mit einem skurrilen Figurenensemble und einer starken Frauenfigur zu überzeugen weiß. Ein ebenso cleveres wie intelligentes Buch. Sybille Ruge bietet mit ihrem neuen Roman erneut exzellente Unterhaltung.«
Thomas Gisbertz ()
»In 9mm Cut spielt Sybille Ruge mit intelligentem Sprachwitz, der so vielseitig und scharf ist wie ein Schweizer [Taschen]messer.«
Nils Heuner ()