Geschichte ihrer selbst, Gesellschaftsporträt, universelle Chronik: Annie Ernaux’ aufsehenerregendes Werk wirkt von Beginn an weit über die französischen Grenzen hinaus. Eine faszinierende Einladung, das eigene Leben zu hinterfragen.
Kindheit in der Nachkriegszeit, Algerienkrise, die Karriere an der Universität, das Schreiben, eine prekäre Ehe, die Mutterschaft, das Jahr 1968, Krankheiten und Verluste, die sogenannte Emanzipation der Frau, Frankreich unter Mitterrand, die Folgen der Globalisierung, das eigene Altern. Anhand von Fotografien, Erinnerungen und Aufzeichnungen, von Wörtern, Melodien und Gegenständen vergegenwärtigt Annie Ernaux die Jahre, die vergangen sind und betrachtet auf faszinierende Weise ihr Leben – unser Leben, das Leben.
Annie Ernaux
Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Romane sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden. Annie Ernaux hat für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Nobelpreis für Literatur.
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»... ein literarisches Erinnerungsarchiv voller Kraft, Melancholie und Schärfe.
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»Annie Ernaux ist in meinen Augen
mit ihren revolutionären autofiktionalen Romanen über den Preis
der Überwindung von Klassenschranken die überzeugendste
Literaturnobelpreisträgerin seit
Langem.«
Denis Scheck ()
»[Ernaux] eröffnet auf nur gut 200 Seiten einen Weitblick, mit dem man die Welt vielleicht ein wenig besser verstehen kann.«
Jana Schibli ()
»Für alle, die neugierig sind auf eine persönliche Chronik, die gleichzeitig das kollektive
Gedächtnis Europas erfasst.«
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»Ich verstand sehr schnell, warum Ernaux sich keine
ausschmückenden Worte leistet.Scham kann man nur entschärfen, indem man sie einfach schnurstracks demaskiert.«
Deborah Feldman ()