Annie Ernaux Ernaux Der Platz

Der Platz

von Annie Ernaux

Nobelpreis für Literatur 2022

EUR 11,00

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Beschreibung

Nobelpreis für Literatur 2022

Ihr Vater stirbt, und Annie Ernaux nimmt das zum Anlass, sein Leben zu erzählen: Um die Jahrhundertwende geboren, musste er früh von der Schule abgehen, war zunächst Bauer, dann, bis zum Todesjahr 1967, Besitzer eines kleinen Lebensmittelladens in der Normandie, die körperliche Arbeit ließ ihn hart werden gegen seine Familie. Das Leben des Vaters ist auch die Geschichte vom gesellschaftlichen Aufstieg der Eltern und der gleichzeitigen Angst, wieder in die Unterschicht abzurutschen, von der Gefahr, nicht zu bestehen. Dass seine Tochter eine höhere Schule besucht, macht ihn stolz, trotzdem entfernen sich beide voneinander.

Diese Biographie des Vaters ist auch die Geschichte eines Verrats der Tochter: An ihren Eltern, einfachen Menschen, und dem Milieu, in dem sie aufgewachsen ist – gespalten zwischen Zuneigung und Scham, zwischen Zugehörigkeit und Entfremdung.




Autor*in

Annie Ernaux
Annie Ernaux, geboren 1940, bezeichnet sich als »Ethnologin ihrer selbst«. Sie ist eine der bedeutendsten französischsprachigen Schriftstellerinnen unserer Zeit, ihre zwanzig Romane sind von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert worden. Annie Ernaux hat für ihr Werk zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Nobelpreis für Literatur.

Themen in »Der Platz«

Literatur Nobelpreis Literaturnobelpreis 50er Jahre Annie Ernaux Aufstieg Ausbruch aus der Provinz Autofiktion Bildung Bildung als Chance Biografie Bücher Bestseller 2019 Didier Eribon Elternhaus Entfremdung

Stimmen zu »Der Platz«

»An den ... Büchern von Annie Ernaux führt kein Weg vorbei. Die Geschichte ihrer Eltern, so genannter einfacher Leute, ist so messerscharf geschrieben, dass die rigorose Subjektivität sich zu gleißender Allgemeingültigkeit wandelt.«
Judith von Sternberg ()

» ... selbst 35 Jahre nach seinem erstmaligen Erscheinen [ist Der Platz] ein besonderes Porträt, gerade in der anklingenden soziologischen Betrachtung der Zweiteilung und Fremdheit der Welten, in denen Ernaux und ihre Eltern sich befinden.«
Gerrit Bartels ()

»Liest man dieses schmale, eindrucksvolle Buch, versteht man, warum Ernaux sich als ›Ethnologin ihrer selbst‹ bezeichnet. Es handelt sich um eine Annäherung an eine eigentlich vertraute und doch fremde Welt.«
Marlen Hobrack ()

»Der Platz zeichnet bei aller genauen, harten Beobachtung zärtlich das Porträt eines Typus und einer Schicht, denen die Autorin in deren verzweifelter Stimmlosigkeit eine literarische Stimme verleiht ... leise und wunderbar ...«
Barbara Vinken ()

»Lakonisch, bewegend, grandios.«
()

»Ohne jemals sentimental zu werden, schreibt Ernaux durchaus ergreifend – und sie beherrscht die stilistischen Register, die eben das ermöglichen.«
Arno Orzessek ()

»Annie Ernaux’ Ton speisen in Der Platz rivalisierende Haltungen – und dennoch bestehen in dieser zutiefst anrührenden Miniatur Respekt und Unverständnis, Achtung und Verachtung ganz nah und natürlich nebeneinander.«
Lars von der Gönna ()

»Eine glänzende Millieustudie; ein schmales Buch, aber ein großer Text.«
()

»Dieser hochgradig persönliche, manchmal schwer erträgliche Einblick in die Herkunft der vielfach ausgezeichneten Schriftstellerin lässt einen beeindruckt, manchmal beschämt zurück.«
Linn Penelope Micklitz ()

»Ich verstand sehr schnell, warum Ernaux sich keine ausschmückenden Worte leistet.Scham kann man nur entschärfen, indem man sie einfach schnurstracks demaskiert.«
Deborah Feldman ()

»›Der Platz‹ war für mich eine maßgebliche Inspiration, ein Wegweiser.«
Didier Eribon ()

Details

ISBN: 9783518471081
Verlag: Suhrkamp
Erscheinung: 16.12.2020

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