Als Online-Redakteur bei einer großen Tageszeitung muss Walter Noack die Pöbeleien und Hasstiraden in den Kommentaren löschen. Tausende Male am Tag ist er mit den widerwärtigsten Beschimpfungen konfrontiert. Sein Nervenkostüm wird noch dünner, als er und später eine Kollegin von Unbekannten anscheinend grundlos zusammengeschlagen werden und er auch noch einen privaten Verlust erleiden muss. Die Polizei zeigt sich bei all dem machtlos. Das tägliche Gift, der Dauerhass sickert schließlich auch in Noacks Seele. Er schliddert allmählich in die trübe Szene von waffenhortenden Preppers, Reichs-und Wehrbürgern, abgestoßen und fasziniert zugleich. Als es in Berlin während der brutalen Sommerhitze zu Großbränden, Unruhen und offener Anarchie kommt, merkt er, dass er sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Jetzt geht es nur noch um Leben oder Tod.
Dieses Buch ist Teil der Serie Berlin Noir.
Berlin im Hitzesommer: Clubnächte, Hasskommentare, Brandserien und Einbruchstouren. Zwischen Bundestagswahlkampf und Prepperkellern geraten alle in einen Strudel aus Lügen, Gewalt und Verschwörungen. Eine gnadenlose Crime-Serie, die die Stadt als Seismograf ihrer Abgründe liest – rasant, düster, hochaktuell.
Jeder Band ist in sich abgeschlossen und kann unabhängig voneinander gelesen werden.
Johannes Groschupf
Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, wuchs in Lüneburg auf. Studium der Germanistik, Amerikanistik und Publizistik an der Freien Universität in Berlin. Viele Jahre als freier Reisejournalist für Die Zeit, FAZ, FR u. a. unterwegs. 1994 Hubschrauberabsturz in der Sahara. 1998 entstand aus dieser Erfahrung das Radio-Feature Der Absturz, das im Jahr darauf den Robert-Geisendörfer-Preis erhielt. Danach literarische Arbeiten, v. a. im Jugendbuchbereich, und Artikel für Tagesspiegel und Berliner Zeitung. Für seine Thriller wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Deutschen Krimipreis (zweimal Platz 1, einmal Platz 2).
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»Groschupfs Roman ist kein Berlin noir mehr, sondern vermutlich nicht der letzte eines neues Subgenres: Berlin braun.«
Tobias Gohlis ()
»Jeder gute Krimi müsse politisch sein, hat der französische Noir-Pionier Jean-Patrick Manchette einmal postuliert. Johannes Groschupf erfüllt diese Forderung auf subtile Weise.«
Marcus Müntefering ()
»Die dünne Grenze zwischen dem Weltbild des Preppers und der Weltanschauung der tobenden Trolle ist es, die den Roman auf besondere Weise schillern lässt.«
Peter Körte ()
»Ein rasanter Höllentrip durch ein düsteres Berlin. … Groschupf erzählt die beklemmende Geschichte hart und direkt, gleichzeitig aber auch mit trockenem Witz und einem sicheren Gespür für Situationskomik.«
Hanspeter Eggenberger ()
»Ein schnelles und rohes Buch, das vom subtilen Witz seines Autors lebt, der mit seinem Gespür für scheinbare Nebensächlichkeiten eine flirrende Atmosphäre erzeugt.«
Harry Nutt ()
»Berlin Prepper ist ein Berlinroman, ein Gegenwartsroman, ein Kriminalroman; schnell, hart und gut.«
Sonja Hartl ()
»Ein ausgezeichnet geschriebener, spannender Roman über den Wahnsinn, der sich aus dem Internet in die Gesellschaft ergießt.«
Susanne Gaschke ()
»Ein hochexplosiver Thriller. Ein so langes, furioses Finale, selten so gelesen. Höchstes Lob!«
Christian Koch ()
»Lange hat keiner mehr so gut und gnadenlos über Berlin geschrieben. Und dann ist das Ganze auch noch in einen Thriller gepackt, der extrem nachwirkt.«
Christian Seidl ()
»Richtig gut … Ein erschreckend realitätsnaher Gegenwartsroman, den ich guten Gewissens jedem mit starken Nerven empfehlen kann.«
Nicole Abraham ()