Ein indonesischer Fischer ertrinkt im Pazifik. Der Anker seines Schiffs beschädigt zwei Unterseekabel. Die Störung läuft um den Planeten – durch Datenströme und Finanzmärkte, Körper und Grenzen. Von der Raumstation bis in die Tiefsee, von Peking bis in den Amazonas folgt Die Unruhe der Planetenhaut Menschen, die einander nie begegnen und doch längst verbunden sind: einer Kosmonautin, einer Pflegerin, einem geflüchteten Kind, einer Dissidentin, einem Paketzusteller, einer indigenen Aktivistin, einem Hedgefonds-Gründer.
So entsteht ein weltumspannendes Geflecht aus Echos und Berührungen. Und nach und nach verschiebt sich die Perspektive: Auch Wasser, Plastik, Mikroben und Wale beginnen zu sprechen. Ein monumentaler Roman, der die Grenzen des Erzählens erweitert und die Welt, in der wir leben, auf eine Weise erfahrbar macht, wie man es bislang noch nicht gelesen hat.
Philipp Weiss
Philipp Weiss, geboren 1982 in Wien, studierte Germanistik und Philosophie. Er schreibt Prosa und Theaterstücke, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. 2009 nahm er mit seinem Text Blätterliebe am Ingeborg-Bachmann-Preis teil. 2011 gewann er mit seinem Stück Allerwelt das Hans-Gratzer-Stipendium; das Stück wurde am Schauspielhaus Wien uraufgeführt, wo er in der Spielzeit 2013/14 Hausautor war. Ein schöner Hase ist meistens der Einzellne gewann 2015 den Preis der Theatertage Lyon und erschien auf Französisch in den Éditions Théâtrales (Montreuil). Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen ist sein Romandebüt.
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