Während sich der Journalist und Theaterautor Tomáš in Prag durch das Chaos seines Privatlebens kämpft, legt die Gesellschaft gerade die Covidmasken ab. Doch die Pandemie hat tiefe Spuren hinterlassen. Russlands Großangriff auf die Ukraine weckt nicht nur die Erinnerung an die Panzer auf dem Wenzelsplatz 1968, sondern befeuert auch die allgegenwärtigen Verschwörungstheorien.
Jáchym Topol, der bedeutendste tschechische Autor seiner Generation, hat den Roman der Stunde geschrieben: das hochkomische, anrührende Porträt eines alternden Liebhabers und Vaters, der noch in den absurdesten Situationen versucht, bei Trost zu bleiben.
Jáchym Topol
Jáchym Topol, 1962 in Prag geboren und Sohn des Dramatikers Josef Topol, war nicht nur der Star des literarischen und musikalischen Underground vor 1989 sondern ist auch heute noch der bekannteste tschechische Autor seiner Generation. Als Sechzehnjähriger unterzeichnete er die Charta 77, 1985 begründete er das Underground-Magazin Revolver Revue, seine Zeit als Wehrpflichtiger verbrachte er mit anderen Intellektuellen in der Irrenanstalt, er arbeitete als Heizer und Lagerarbeiter. In den 90er Jahren studierte er Ethnologie und bereiste zwischen 1989 und 1991 als Journalist für die Wochenzeitung Respekt und Drehbuchautor Osteuropa. 1988 erschien in Samizdat sein erster Gedichtband Ich liebe Dich bis zum Irrsinn, 1992/93 folgten Am Dienstag gibt es Krieg und Ausflug zur Bahnhofshalle. Seinen Durchbruch als Schriftsteller hatter er mit dem Roman Die Schwester; es folgten Engel EXIT, Nachtarbeit, Zirkuszone und Die Teufelswerkstatt. Topol lebt in Prag.
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»Jáchym Topol gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten Autoren der Tschechischen Republik. Mit dem Roman Die Hölle gibt es nicht legt er nun sein Meisterstück vor.«
Tilman Spreckelsen ()
»Wie Jáchym Topol die privaten Kränkungen seiner Hauptfigur in diese Weltlage einschreibt und dafür auch noch die barocke Kulisse Prags mit ihren vielen Vanitas-Motiven verwendet, ist grosse Literatur. Was dieser Autor macht, ist Komödie und Warnung zugleich.«
Paul Jandl ()
»... ein
Wunderwerk an Erzählvermögen.«
Anton Thuswaldner ()
»[Ein] großartiger Epos.«
Bernd Noack ()
»Die Hölle gibt es nicht ist ein aufrüttelnder, erfrischend wilder Roman.«
Tobias Wenzel ()
»Topol traut sich Dinge, die hierzulande nur noch Rüpelrapper wagen. Sein neuster Roman ist aber mehr als nur Provokation ... [Er ist ein] bissiger Abgesang auf das europäische Freiheitsversprechen, dem offensichtlich der Selbstverteidigungswillen fehlt. ... Angriffslustig und luzide.«
Max Mengeringhaus ()
»Jáchym Topols Romane sind große Spektakel, aus denen es kein Erwachen gibt.«
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»Solange der Zustand Europas zu solchen Kunstwerken anregt, ist es nicht verloren.«
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»Der Roman nimmt die Leser mit in russische Folterkeller. ... [Er kommt dennoch] nicht schwer und düster
daher. Seine hochenergetische Sprache, die furiosen Dialoge, die wie
verbale Boxkämpfe anmuten, vor allem aber der groteske Humor am Abgrund
wirken als intensive Gegenmittel.«
Holger Heimann ()
»Kopfkino auf Breitwandformat
mit Jáchym Topol.«
Ralf Schweikart ()
»... ein Lesegenuss.«
Joachim Schwend ()