Esther Kinsky Kinsky Heim.Statt

Heim.Statt

von Esther Kinsky

Gedichte

EUR 25,00

Buch in deiner Nähe kaufen


...oder deine aktuelle Postleitzahl eingeben:
oder

Beschreibung

Bilder von Flucht, Vertreibung und Versehrung über die Jahrtausende hinweg, in Historie und Mythos: Eurydike, panisch vor einem ihr nachstellenden Gott fliehend, übersieht die Schlange und stirbt an ihrem Biss. Landlose Häusler in Nordschottland, auf minderwertiges Land umgesiedelt oder zur Auswanderung gezwungen. Eine junge deutsche Adelige, gebildet und begabt, widersetzt sich dem »Gegebenen«, »den Sitten der Gefälligkeit« ihres Standes. Eine Magd in Polen verwandelt sich in einen Vogel und entkommt so der Armut und den Zumutungen des Lebens. Im äußersten Norden Italiens verweigern Frauen, über Monate auf sich allein gestellt, nach der Rückkehr der Männer die menschliche Sprache. Esther Kinskys Heim.Statt ist ein Zyklus aus sieben mehrstimmigen Langgedichten, verbunden durch kurze Zwischentexte, die wiederkehrende Motive der Gewalt, der Verletzung, des Verstummens zum großen Thema der Flucht bündeln und verdichten. Wie Aufbruch und Verlust immer schon Bestandteil des menschlichen Daseins waren, Anlass zu Hoffnung und Trauma gleichermaßen, dafür findet Esther Kinsky berührende Bilder und eine bezwingende Sprache.

Autor*in

Esther Kinsky
Esther Kinsky wurde in Engelskirchen geboren und wuchs im Rheinland auf. Für ihr umfangreiches Werk, das Lyrik, Essays und Erzählprosa ebenso umfasst wie Übersetzungen aus dem Polnischen, Russischen und Englischen, wurde sie mit zahlreichen namhaften Preisen ausgezeichnet.

Themen in »Heim.Statt«

Flucht Vertreibung Auswanderung Armut Aufbruch Trauma Langgedicht Adelige Balkanhalbinsel Eurydike Frauen Friaul-Julisch Venetien Gewalt Gott Magd

Stimmen zu »Heim.Statt«

»Das Rhythmische verbindet sich in diesen Gedichten mit bestimmten Bildern, die wiederkehren und selbstständige Motivkomplexe bilden. Der Text entwirft seinen eigenen Sinnzusammenhang und stellt ihn der vorgefundenen Wirklichkeit entgegen.«
Helmut Böttiger ()

»Esther Kinskys poetisches Sprechen nähert sich in extremster Genauigkeit den Phänomenen und Kontexten an. Es ist ein Ausloten von Natur- und Kulturgeschichte als Gewaltgeschichte, nimmt Analogien in der Natur, Landschaften und Tradition nicht nur staunend und fasziniert wahr, sondern spitzt diese Analogien noch zu, über Bekanntes hinaus ...«
Beate Tröger ()

»Naturgedichte können höchst politisch sein, wie Esther Kinskys formidabler Band Heim.Statt beweist.«
Björn Hayer ()

»Bildreich ist diese Poesie. Zugleich berichtet sie im Angesicht der Naturkatastrophen von Menschen, die der eigenen Stimme und Sprache bereubt sind. ... Beides miteinander zu verbinden, ist die große Kunst Esther Kinskys. «
()

»[Äußerst] selten findet sich in der gegenwärtigen deutschprachigen Lyrik eine derart intensive Auseinandersetizung mit dem Stofflichen ...«
()

»Gedichte vom ständigen Unterwegssein und vom permanenten Schauen und Entdecken. Beobachtung, Reflexion und der große historische Raum hinter den Landschaften fließen zusammen.«
()

Details

ISBN: 9783518432297
Verlag: Suhrkamp
Erscheinung: 16.04.2025

Link teilen


Über buchnah.de | Die Buchhandlungen | Die Verlage | Impressum & Kontakt | Datenschutz | Presse


Auf dieser Seite kannst Du Buchhandlungen in der Nähe finden