Mischa Mangel Mangel Ein Spalt Luft

Ein Spalt Luft

von Mischa Mangel

Roman

EUR 22,00

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Beschreibung

Kurz nachdem er geboren wurde, leidet seine Mutter zum ersten Mal an einer Psychose. Sie zieht sich mit dem Kleinkind immer mehr von der Außenwelt zurück, kappt alle Kontakte zu Freunden und Familie, verlässt die Zweizimmerwohnung nur noch selten. Währenddessen kämpft sein Vater für das alleinige Sorgerecht. Als der Sohn schließlich in dessen neue Familie aufgenommen wird, bricht der Kontakt zur Mutter ab. Fast zwanzig Jahre später ist er deshalb auf die Zeugnisse anderer angewiesen – Gerichtsakten, Tonbandaufnahmen, Erzählungen und Erinnerungen der Familie –, um doch noch zu erfahren, was damals geschehen ist. Er malt sich aus, wie diese Zeit gewesen sein könnte, und wird dabei von einer surrealen, albtraumhaften Welt eingeholt.
In Ein Spalt Luft erzählt Mischa Mangel einfühlsam vom Leben eines jungen Mannes, der seine eigene Geschichte sowie die seiner Familie umkreist. Dabei montiert er verschiedene Stimmen: die bürokratische Sprache psychologischer Gutachten und Studien, Märchen, Träume, psychotische Tiraden, erzählerische und poetische Sequenzen – eine kunstvolle Collage, ein vielstimmiges literarisches Debüt.



Autor*in

Mischa Mangel
Mischa Mangel, geboren 1986, lebt in Berlin und hat Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus in Hildesheim studiert, außerdem dort und in Marseille Kulturvermittlung/Médiation Culturelle de l’Art. Er war Finalist des Literaturpreises Prenzlauer Berg 2015. Ein Spalt Luft ist sein Debütroman.

Themen in »Ein Spalt Luft«

Literatur abgekapselt Albtraum Anrufbeantworter Aufwachsen Baby Biographie Collage Cousin Cousine Debüt Debütroman Deutschland Eltern Erinnerungen

Stimmen zu »Ein Spalt Luft«

»Gerade in seiner fragmentarischen Struktur kommt dieser kunstvolle Roman der Krankheit so nahe wie nur irgend möglich.«
Kathrin Maurer ()

»Ein sehr gutes Buch, gerade weil es Mischa Mangel gelingt, sachliche und poetische Passagen miteinander zu verbinden.«
Tobias Lehmkuhl ()

»In Form einer Collage von verschiedenen Erzählstimmen, Gerichts- wie Jugendamtsakten, dystopischen Märchenpassagen und surrealen Sequenzen erzählt Mischa Mangel von der Spurensuche des mittlerweile erwachsenen Jungen. … Durch die verschiedenen Stimmen und Zugriffe sind im Roman tatsächlich alle Beteiligten zu verstehen.«
Eva-Lena Lörzer ()

»Wer sich darauf einlässt, bekommt eine andere Art von Buch zu lesen.«
Marco Krefting ()

»Mit beeindruckender stilistischer Raffinesse wird in diesem Roman das Unerzählbare präzise eingekreist und gewinnt gerade dadurch besonders klare Konturen.«
Maria-Christina Piwowarski ()

»Ein Spalt Luft ... entwickelt eine Sogwirkung, wenn man sich darauf einlässt.«
Katharina Manzke ()

»Mischa Mangel belohnt seine Lesenden nicht nur mit dem ›Was‹, sondern mit dem ›Wie‹, mit einer Fülle eindrucksvoller Szenen, die nicht selten filmisch wirken ... [es] verknüpft sich die Poesie seiner Worte auf berührende Weise mit einer alle Register imaginativer Bildsprache ziehenden Beschreibung von realen und surrealen Abläufen, die nach und nach ein stimmiges Psychogramm der Hauptfigur erzeugen ...«
Marcus Neuert ()

»... poetisch, assoziativ, verwirrend, betörend.«
Jacek Slaski, Aida Baghernejad und Erik Heier ()

»Das ist ziemlich gut gelungen. Die Bezüge sind kunstvoll, gerade dicht genug, die Lektüre unter Spannung zu setzen.«
Moritz Klein ()

»Großer Dank also an den Suhrkamp Verlag, dass er es auf sich nimmt und auch riskiert, ein tatsächlich nicht einfaches Buch zu verlegen – denn dass sich die Lektüre lohnt, diese gute ERfahrung muss man hier erlesen ...«
Frank Keil ()

Details

ISBN: 9783518429891
Verlag: Suhrkamp
Erscheinung: 09.03.2021

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