Ulrike Edschmid Edschmid Levys Testament

Levys Testament

von Ulrike Edschmid

EUR 20,00

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Beschreibung

In Berlin haben sie sich kennengelernt, in London werden sie ein Paar. Ihre Tage verbringen sie im Gerichtssaal des Old Bailey, um Anarchisten zu unterstützen, denen drakonische Haftstrafen drohen. Streiks, Hausbesetzungen, Anschläge der IRA und die harten Reaktionen der Regierung bestimmen den Alltag im Winter 1971. Schwerelos wie im Traum erkunden die beiden die Stadt. Über seine jüdische Familie weiß der Engländer (wie die Erzählerin den Gefährten nennt) nur wenig zu sagen. Jahrzehnte später, ihre Trennung liegt lange zurück, kommt der Engländer einem Familiendrama auf die Spur. Sie führt zurück ins Old Bailey: 1924, ein spektakulärer Betrugsfall, angeklagt Levy, sein Urgroßvater.

Der rastlosen Suche des anderen folgend, sie mit ihren Fragen vorantreibend, stößt die Erzählerin auf das unergründliche Wirken der Geschichte, welche die entlegensten Episoden unseres Lebens miteinander verknüpft. Der leise, nüchterne, unerbittliche Ton macht Ulrike Edschmids Romane unverwechselbar. In Levys Testament verwandelt sich die Liebende in eine Chronistin und die Intimität des Gefühls in ein Instrument der Erkenntnis.




Autor*in

Ulrike Edschmid
Ulrike Edschmid, 1940 in Berlin geboren, studierte u.a. an der Deutschen Film- und Fernsehakademie und arbeitete als Lehrerin. Für ihre autobiographisch grundierten kurzen Romane wurde sie vielfach ausgezeichnet, u.a. 2013 mit dem Preis der SWR-Bestenliste für ihr Lebenswerk.

Themen in »Levys Testament«

Literatur 1970er Anarchisten Berlin IRA London Old Bailey Vereinigtes Königreich Großbritannien Winter 1971 Deutschland Günter Grass-Preis 2021 Johann Friedrich von Cotta-Literaturpreis 2014 Mitteleuropa Nordostdeutschland Roswitha-Preis 2023

Stimmen zu »Levys Testament«

»Man will dieses schmale, intensive Buch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen ...«
Christoph Schröder ()

»Dank der intensiven Erzählökonomie Edschmids stehen die 49 Episoden wie Filmstills vor Augen.«
Christoph Schröder ()

»Levys Testament ist ein berührendes Buch, in dem Ulrike Edschmid mit großer Sensibilität eine Lebensgeschichte erzählt, deren Bedeutung über das Individuelle hinausgeht.«
Fokke Joel ()

»Seite um Seite zieht einen die Geschichte immer mehr in den Bann.«
Hannah Bethke ()

»Edschmid arbeitet mit der Suggestivkraft zeitgeschichtlicher Indices, ihr Stil verbindet Reportage und Verdichtung. Durch den ständigen Wechsel zwischen Präsens und Vergangenheitsform erzeugt er eine spezielle Form hyperrealistischer Wahrnehmung, die dem Einzelfall gerecht wird und doch über ihn hinausgeht.«
Meike Fessmann ()

»Levys Testament ist ein großer Wurf, gewichtige Literatur voll Schwermut und Leichtfüßigkeit – notariell beglaubigt.«
Bernd Melichar ()

»... ein gekonnt poetischer Roman ...«
Michael Luisier ()

»Ein Erinnerungstext, der Abstand zur Wirklichkeit hält und beim Lesen unter die Haut geht.«
()

»Es ist erstaunlich, wie viel historische Wirklichkeit Ulrike Edschmid in ihrem Roman unterbringt.«
Günter Rinke ()

»... ein Erinnerungstext, der Abstand zur Wirklichkeit hält und umso mehr unter die Haut geht.«
Lore Kleinert ()

Details

ISBN: 9783518429747
Verlag: Suhrkamp
Erscheinung: 20.04.2021

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