Alexander Kluge Kluge »Wer ein Wort des Trostes spricht, ist ein Verräter«

»Wer ein Wort des Trostes spricht, ist ein Verräter«

von Alexander Kluge

48 Geschichten für Fritz Bauer

EUR 20,00

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Beschreibung

Die Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich spielt in Alexander Kluges Werk eine wichtige Rolle. Die Judenvernichtung bildet dabei ein gravitatives Zentrum. Die Schwierigkeit, den Holocaust mit den Mitteln der Kunst zu erfassen, liegt aber darin, dass die klassische literarische Form – wie Adorno festgestellt hat – bei Auschwitz nicht greift. Umso wichtiger, dass man die Erfahrung der eigenen Zeit, der Jetzt-Zeit, immer wieder in diesen geschichtlichen Absturz hineinhält, sie darin »eicht«. Dauerhaft und beharrlich gilt es weiterzuerzählen: vom Versagen der Eliten, von der Rasanz eines behördlich organisierten bösen Willens, von der extremen Seltenheit der Rettung. »Wer ein Wort des Trostes spricht, ist ein Verräter« ist ein Buch über bittere Schicksale, bekannte und unbekannte, aber vor allem auch über Organisationsformen, die Menschen vernichten. Gewidmet sind die 48 Geschichten dem entschlossenen Kämpfer für Gerechtigkeit, Fritz Bauer, Generalstaatsanwalt des Landes Hessen während der Auschwitzprozesse.



Autor*in

Alexander Kluge
Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, war Jurist, Autor, Filme- und Ausstellungsmacher; von sich selbst sagte Kluge jedoch: »Mein Hauptwerk sind meine Bücher.« Für sein Werk erhielt er viele Preise, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Theodor-W.-Adorno-Preis, Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf und 2019 den Klopstock-Preis der Stadt Halberstadt. Alexander Kluge verstarb am 25. März 2026 in München. »Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine. Das liegt daran, daß Bücher Geduld haben und warten können, da das Wort die einzige Aufbewahrungsform menschlicher Erfahrung darstellt, die von der Zeit unabhängig ist und nicht in den Lebensläufen einzelner Menschen eingekerkert bleibt. Die Bücher sind ein großzügiges Medium und ich trauere noch heute, wenn ich daran denke, daß die Bibliothek in Alexandria verbrannte. Ich fühle in mir eine spontane Lust, die Bücher neu zu schreiben, die damals untergingen.« Alexander Kluge (Dankesrede zum Heinrich-Böll-Preis, 1993)

Themen in »»Wer ein Wort des Trostes spricht, ist ein Verräter««

Literatur Drittes Reich Geschichten Holocaust Kleine Reihe Bremer Literaturpreis 2001 Georg-Büchner-Preis 2003 Heine-Preis 2014 Heinrich-Böll-Preis für Literatur der Stadt Köln 1993 Kleist-Preis 1985

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Details

ISBN: 9783518423509
Verlag: Suhrkamp
Erscheinung: 02.04.2013

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