Die frühen Liberalen waren Enthusiasten. Sie sahen sich als Bannerträger der Freiheit, des Fortschritts und einer vernunftgemäßen Staatsordnung an. Der Forderung nach unbeschränkter Volksherrschaft standen sie mit Argwohn gegenüber. Stattdessen kämpften sie für ein System politischer Stellvertretung, in dem gebildete und weitblickende Repräsentanten den Willen des Volkes verkörpern sollten. Aus diesem Idealbild gingen die Institutionen des modernen Rechtsstaates hervor. Welche kulturellen Voraussetzungen flossen in sie ein? Was davon hat noch Bestand? In seiner faszinierenden Kulturgeschichte des Frühliberalismus geht Albrecht Koschorke der auch heute wieder drängenden Frage nach, wie sich kollektives Handeln auf Rationalität und Zukunftsfähigkeit hin orientieren kann.
Albrecht Koschorke
Albrecht Koschorke ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz sowie Extraordinary Professor an der University of Pretoria, Südafrika. Im Suhrkamp Verlag erschien von ihm zuletzt Hegel und wir. Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2013.
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»Eine quellensatte Studie über die ›kulturellen Anfänge des Liberalismus‹ im frühen 19. Jahrhundert, aber eben nicht nur. Was einem den Atem raubt, ist die Wucht der Ratlosigkeit und Verzweiflung, mit der Koschorke plötzlich in die Gegenwart abbiegt und die Konsequenz seiner kulturhistorischen Analyse zieht.«
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»Koschorke ist ein ausführlicher und lesenswerter Rückblick auf historisch überholte Spannungen gelungen. Er kann die Verständigung über neue soziale und politische Gegensätze und Herausforderungen womöglich entlasten und nur fördern.«
Hermann Horstkotte ()
»Albrecht Koschorke hat das Sachbüchlein der Saison geschrieben, 160 Seiten nur, unterteilt in 23 elegant geschriebene Kapitel: eine quellensatte Studie ...«
Dieter Schnaas ()
»[Koschorkes] bei Suhrkamp erschienenes Buch Souveränität der Vernunft erklärt die Voraussetzungen, die Widersprüche sowie die heutige Bedrohung des (europäischen) Liberalismus erhellend aus der Geschichte heraus ...«
Anne-Catherine Simon ()