Die Idee einer generellen Fortschrittsbewegung hat ihren Glanz verloren, ja, sie ruft sogar Skepsis hervor. In aller Munde ist hingegen die Diagnose der Regression. Sie wird diversen Zeiterscheinungen gestellt, vom rechtsautoritären Populismus bis zur Demokratiemüdigkeit. Rahel Jaeggi verteidigt in ihrem Buch das Begriffspaar Fortschritt und Regression als unverzichtbares sozialphilosophisches Werkzeug für die Kritik unserer Zeit. Als fortschrittlich oder regressiv versteht sie nicht nur das Resultat, sondern vor allem die Gestalt gesellschaftlicher Transformationen selbst. Fortschritt, so zeigt sie, ist nicht der Vorlauf zu einem bereits bekannten Ziel, sondern der nie abgeschlossene Prozess der Emanzipation.
Rahel Jaeggi
Rahel Jaeggi, geboren 1966, ist Professorin für Praktische Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin und leitet dort seit 2018 das Centre for Social Critique.
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»Mit der Lektüre von Fortschritt und Regression durchläuft man – ganz unpassend zur Jahreszeit – einen Entzauberungsprozess: Fortschritt muss prozessual statt substanziell verstanden werden, der Weihnachtsmann ist erfunden statt echt.«
Paul Keller ()
»Jaeggis Vorschlag ist klug, ein Gewinn für all jene, die die Gegenwart wieder zum Nachdenken über Fortschritt und Regression zwingt. Sie argumentiert präzise, erkennt umsichtig jeden möglichen Einwand im Vorhinein und entkräftet ihn.«
Julia Werthmann ()
»Mit diesem komplexen und zugleich wunderbar lesbaren Buch adressiert Rahel Jaeggi die Fortschrittsmüdigkeit unserer Zeit.«
Olivia Mitscherlich-Schönherr ()
»Theoretisch überaus elegant.«
Oliver Weber ()
»Mit allen Wassern der postkolonialen, ökologischen und feministischen Kritik gewaschen, macht sich Jaeggi daran, einen Fortschrittsbegriff zu entwickeln, der selbst einen Fortschritt gegenüber der naiven Vorwärtseuphorie des neunzehnten Jahrhunderts bezeichnet ...«
Moritz Rudolph ()
»... ein gut komponierter, verständlich geschriebener Text. ... die Begriffe ›Fortschritt‹ und ›Regression‹ [werden] als Werkzeuge für eine sozialphilosophische Kritik unserer Zeit fruchtbar gemacht.«
Wolfgang Hellmich ()
»Rahel Jaeggi renoviert das Konzept des ‚Fortschritts‘.«
Robert Misik ()
»Wie schon in früheren Werken leistet Jaeggi vorbildliche Begriffsarbeit – die durch ihre Klarheit besticht und erfreut.«
Elisa Primavera-Lévy ()
»... die sehr lesenswerten Überlegungen Jaeggis [geben] einem
ein gut brauchbares Instrumentarium an die Hand, um Fortschritte oder Regressionen zu identifizieren und Hemmnisse für Lernprozesse zu erkennen und abzubauen.«
Gerhard Kruip ()