Elon Musk bezeichnet die Plattform X als »kybernetische Superintelligenz«, Mark Zuckerberg denkt Unternehmen als »lernende Organismen«, und der Erfinder der Datenbrille Google Glass sagt: »Die Kybernetik ist überall, wie Luft.« Diese Aussagen kommen nicht von ungefähr. Wer die Digitalisierung verstehen will, muss auf ihre kybernetischen Ursprünge schauen. In ihrem grundlegenden Buch zeichnet Anna-Verena Nosthoff ein umfassendes Panorama der Kybernetisierung der datafizierten Gegenwartsgesellschaft – von den ersten Prämissen der »Wissenschaft von Kommunikation und Kontrolle« über die Emergenz des Cyberspace bis hin zum aktuellen KI-Hype und zu technikautoritären Strömungen. Es zeigt sich: Die Kybernetisierung erfasst auch die Kritik – die sich daher neu erfinden muss, um zu überleben.
Anna-Verena Nosthoff
Anna-Verena Nosthoff ist Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Ko-Direktorin des Critical Data Lab (Humboldt-Universität/Universität Oldenburg).
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»Die Kybernetik bringt Mitte des 20. Jahrhunderts als Universalwissenschaft der Kommunikation und Kontrolle Blaupausen für Konzepte hervor, die heute wieder an Relevanz gewinnen. Anna-Verena Nosthoff, ... zeichnet nun ... die Geschichte dieser schillernden Denkschule nach.«
Fabian Ebeling ()
»[Ein] ebenso detail- wie umfangreiches Werk. ... [U]nbedingt lesenswert.«
Hannah Schmidt-Ott ()
»Anspruchsvoll, aber lohnend.«
Erhard Schütz ()
»Der Durchdringungsgrad neuer Technologien ist ein mögliches Einfallstor für gesellschaftliche kybernetische Kontrolle. ... Nosthoffs Arbeit ist ein Merkzettel für die Wachsamkeit gegenüber solchen Entwicklungen.«
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»Ein brillantes Buch – das unentbehrlich ist, um die Verknüpfung von KI und Politik zu verstehen.«
Gert Scobel ()
»Anna-Verena Nosthoff ... macht die ... Kybernetik für eine Analyse der Gegenwart fruchtbar. ... Durch die intellektuelle Wiederbelebung einer bereits totgesagten historischen Formation gelingt es Nosthoff, Kontinuitäten zwischen den Logiken der digitalen Plattformökonomie und dem militärisch-industriellen Komplex der 1950er Jahre aufzuzeigen, auch weil sie das historische Potential der Kybernetik-Kritik birgt, in deren Tradition sie sich selbst einschreibt.«
Florian Hannig ()
»Nosthoff beschreibt dicht auf über 600
Seiten die Geschichte der Kybernetik, von
Techno-Utopien und einer Gesellschaftswissenschaft, in der soziale Prozesse, die
Wirtschaft, aber eben auch die Technologie aufeinander einwirken. «
Robert Misik ()
»Kybernetik und Kritik bietet eine ebenso lehrreiche wie materialgesättigte Genealogie kybernetischen Denkens und legt überzeugend offen, wie tief Letzteres in gegenwärtige Diskurse der Steuerung, Optimierung und datenbasierten Regulation eingelassen ist.«
Frederik R. Heinz ()
»Nosthoffs Buch ist ein prägnantes Referat der frühen wie späten Kybernetik, der zeitgenössischen Kritik an der Kybernetik und der aktuellen Gegenwart der Kybernetik in einem Zeitalter der Überwachung.«
Dirk Baecker ()
»Nosthoff [sichtet] in beeindruckender Ausführlichkeit Material, von der Geburtsstunde der Kybernetik bis hin zu aktuellen neokybernetischen Regierungsmodellen, um zu zeigen, wie ›neoliberale[r] Geist und kybernetische ... Kontrolllogik‹ ... in unterschiedlichen kybernetischen Dispositiven ineinandergreifen.«
Sandra Sieron ()
»[E]in ... zentrale[r] Beitrag zur Selbstverständigung über die Merkmale und Machtressourcen der sich digitalisierenden Gesellschaften.«
Jeanette Hofmann ()
»Philosophische Aufklärung für das 21. Jahrhundert ... [E]in echter Augenöffner für unsere Gegenwart.«
Wolfram Eilenberger ()
»Neben einer umfassenden Kulturgeschichte der Kybernetik liefert Nosthoff auch eine fundierte Kritik eben dieser. Warum das von drängender Bedeutung ist, zeigt vor allem der fulminante Schluss des Buches: Nosthoff stellt fest, dass wir uns mitten in einer autoritären Wende der Kybernetik befinden.«
Nina Scholz ()