Geschichten wie Rasierklingenschnitte – einschneidend und virtuos verdichtet erzählt Fleur Jaeggy von opiumabhängigen, halluzinierenden und irrwitzigen schriftstellerischen Genies.
Sie hausten prekär, litten an Tuberkulose, verzweifelten an der Wirklichkeit. Sie waren Visionäre, Träumer, Genies – und hochgradig opiumabhängig. Sie experimentierten mit Lachgas, aßen rohes Fleisch, um »prachtvolle Träume« herbeizuführen, wähnten sich unter den Inkas und von »blauen Teufeln« umringt, glaubten, vergiftet worden zu sein, reisten Robert Louis Stevenson hinterher, und was sie suchten, blieb ihnen meist verborgen. Thomas De Quincey, John Keats, Marcel Schwob: Fleur Jaeggy legt mit Mutmaßliche Leben drei biographische Skizzen von Schriftstellern vor, denen die Welt viel zu winzig schien und die mit ihren Texten und ihren Spleens die Grenzen des Denkbaren sprengten.
Fleur Jaeggy
Fleur Jaeggy ist eine schweizerische und italienischsprachige Autorin, Ex-Model, Intellektuelle, Mystikerin, inzwischen etwas über 80 Jahre alt, ehemals enge Vertraute Ingeborg Bachmanns, Witwe des Adelphi-Verlegers Roberto Calasso, heute lebt sie weitgehend zurückgezogen in Mailand. Ihr weltweit gefeiertes Werk umfasst Romane, Erzählungen und Geschichten – beginnend mit Ich bin der Bruder von XX, wird es fortan vollständig im Suhrkamp Verlag erscheinen.
Essay Literatur Biografie Genies John Keats Marcel Schwob Thomas de Quincey Schriftsteller Spleen Abhängigkeit 18.Jahrhundert 19.Jahrhundert Die seligen Jahre der Züchtigung Gottfried Keller Preis Ich bin der Bruder von XX
»Die Schriftstellerin Fleur Jaeggy
skizziert tiefsinnig und
kunstvoll die Biografien von
John Keats, Thomas De Quincey
und Marcel Schwob.«
Tobias Schwartz ()
»Nach der Lektüre von Mutmaßliche Leben bleiben eindrucksvolle Bilder zurück, Definitionen, die zwischen Chronik und Metaphysik schwanken, Visionen, die wie von einem hervorragenden Kupferstecher in das Papier geprägt zu sein scheinen.«
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»Jaeggys Prosa glänzt wie ein geschliffener Edelstein.«
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»Fleur Jaeggy ist der berühmteste Geheimtipp der Schweizer Literatur.«
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»Jaeggy lesen macht süchtig.«
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»[E]ine Sammlung von Jaeggys brillanten Essays über drei Poesie-Träumer und Literatur-Visionäre.«
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»Jeder Satz buchstäblich ein Gedicht. Das Büchlein an und für sich wortwörtlich ›mind blowing‹,
wie ein Trip in eine andere Galaxie.«
Friederike Gösweiner ()
»... [I]n Mutmaßliche Leben [kommt man] in Berührung mit Sätzen, deren Worte glänzen wie einst hoch erhitztes, nun gegossenes, erkaltetes und poliertes Metall: unwirklich schön, auch ein wenig irritierend und äußerst kunstvoll.«
Beate Tröger ()
»Fleur Jaeggy verfasst ihre kurze Prosa wie mit dem Skalpell.«
Beat Mazenauer ()
»Kurz, intensiv und makellos fokussiert.«
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»Nach der Lektüre von Fleur Jaeggys drei biografischen Miniaturen in Mutmaßliche Leben ist die Welt wie verwandelt.«
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»Eine wunderbare, brillante, wilde Autorin.«
Susan Sontag ()
»Jaeggys Biografien sind Wunderkammern, jeder Satz ein Exponat, vor dem ich ganz erstaunt stehenbleibe.«
Dorothee Elmiger ()
»Danken wir den Göttern und dem Teufel für Fleur Jaeggy!«
Claire-Louise Bennett ()
»Man kann nur beeindruckt sein von Jaeggys spiritueller und ästhetischer Erhabenheit, die ihre Geschichten in ein so überzeugend klares Licht taucht.«
Sheila Heti ()
»Fleur Jaeggys Stift ist eine Graviernadel, die Wurzeln, Zweige und Äste des Baumes des Wahnsinns abbildet – ganz außerordentlich.«
Joseph Brodsky ()