Wir befinden uns im Sommer des Jahres 1960. Ein Mann radelt durch eine geisterhafte Landschaft. Ein Atomschlag fünf Jahre zuvor hat die Erde entvölkert hat, und zwar ziemlich gründlich. Der Mann stöbert in den menschenleeren Dörfern der Umgebung nach brauchbarem Material und Vorräten. Wider Erwarten trifft er auf einen anderen Menschen, eine Frau. »Was werden sie tun? Einander in die Arme sinken? Einander totschlagen? Oder schweigen aneinander vorbei gehen?« Arno Schmidt hat in seiner kulturpessimistischen Adam-und-Eva-Dystopie unter den drei Möglichkeiten die »organische Lösung« gewählt. Was man sich darunter vorzustellen hat, hat der Comic-Künstler Nicolas Mahler in dieser Graphic Novel auf unnachahmlich witzige Art in Szene gesetzt.
Nicolas Mahler
Nicolas Mahler, geboren 1969, lebt und arbeitet als Comic-Zeichner und Illustrator in Wien. Seine Comics und Cartoons erscheinen in Zeitungen und Magazinen wie Die Zeit, NZZ am Sonntag, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und in der Titanic. Für sein umfangreiches Werk wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet; u. a. erhielt er 2010 den Max und Moritz-Preis als »Bester deutschsprachiger Comic-Künstler«, 2015 den Preis der Literaturhäuser und 2019 den Sondermann-Preis. Mahler ist künstlerischer Leiter der Schule für Dichtung in Wien.
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»Das Ergebnis überzeugt: ... [Mahler] erfasst Bild um Bild die rührende Einsamkeit dieses verqueren Erzählers ...«
Thomas Klingenmaier ()
»... eine Erzählung, die in scharfkantiger, experimenteller und anspielungsreicher Sprache ausformulierte, was damals in den Köpfen der Bundesbürger spunkte: Was wäre wenn der Kalte Krieg eines Tages heiß wird und uns die Bomben vom Heimmeln prasseln?«
Nicolas Freund ()
»Mahler adaptiert Arno Schmidts Schwarze Spiegel – eine perfekte Kombination. Mahler hat Schmidts Erzählung in eine neue, höchst unterhaltsame und zugleich schockierende Form überführt.«
Thomas Ballhausen ()
»Schmidts Roman – das beweisen Nicolas Mahlers Zeichnungen – hat nichts von seiner ehemaligen Brisanz eingebüßt.«
Herbert Fuchs ()
»Nicht weniger als den Untergangsroman Schwarze Spiegel hat Mahler mit gewohnt wunderbarer Strichführung aufs trefflichste in eine Art Grafik Novel verwandelt. Mit Anleihen bei biografischen Punkten und Zitaten aus diversen Werken, gelingt ihm ein sphärisches Seh- und Lesererlebnis.«
Frank Willmann ()
»Die zeichnerische ›Nachdichtung‹ des Comic-Künstlers siebzig Jahre später ist dem Original ebenbürtig und macht das Buch Schwarze Spiegel aufregend neu und zeitgemäß.«
Herbert Fuchs ()
»Mit Mahlers Fassung ist ein eigenes, faszinierendes Werk über die Einsamkeit entstanden.«
Kristian Teetz ()
»Nicolas Mahler hat Schwarze Spiegel zu einer minimalistischen Graphic Novel so kondensiert, dass man bei jeder zweiten Seite versucht ist, lustvoll aufzujuchzen.«
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»... so kondensiert, dass man bei jeder zweiten Seite versucht ist, lustvoll aufzujuchzen.«
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