Abramowitsch hat eine, der Emir von Abu Dhabi auch, Jeff Bezos sowieso: Superyachten sind Ausweis der Zugehörigkeit zum Club der lucky few. Sie ermöglichen grenzenlose Mobilität und exklusiven Geltungskonsum. Zugleich sind sie schwimmende Umweltsünden. Sie verbrennen Unmengen Treibstoff, ihre Anker zerstören kostbare Flora. Und sie sind Spielfelder obszöner Ungleichheit: Während ihre Besitzer zu den einflussreichsten Menschen der Welt gehören, ist das Bordpersonal oft Willkür und Rechtlosigkeit ausgeliefert.
Grégory Salle sieht in den riesigen Luxusschiffen den Schlüssel zum Verständnis des gegenwärtigen Kapitalismus. In seinem fulminanten Essay zeigt er, dass Superyachten nicht einfach Symbole des Exzesses sind. Vielmehr sind sie Symbole dafür, dass der Exzess zum Kennzeichen unseres Zeitalters geworden ist.
Grégory Salle
Grégory Salle ist Soziologe und Politikwissenschaftler. Er ist Research Fellow am Centre national de la recherche scientifique in Paris.
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»Seinen aufschlussreichen Text beendet er mit dem Zitat eines Milliardärs: ›Wenn der Rest der Welt erfährt, wie es ist, auf einer Yacht zu leben, wird man die Guillotine wieder hervorholen.‹«
Ronald Kohl ()
»Sind sie zornig? Politisch radikal? Nein? Das waren andere vorher auch nicht. Es genügt jedoch ein Zauberwort, und sie können es ganz schnell werden: Superyacht.«
Jan Füchtjohann ()
»Superyachten [seien] ... ein Symptom allen Übels … [darauf verweist] Salle in durchgehend bissig-unterhaltsamer Weise mit manchmal schrägen Sinnbildern.«
Martin Conrads ()
»In kurzweiligen Kapiteln ...
teilt uns Salle nicht nur einiges Wissenswertes über Superyachten und
den Schaden, den sie verursachen,
mit. Sondern erinnert uns auch an
das eigentliche Problem: Dass wir in
einem System leben, das Superreiche
hofiert, statt ihnen auf die Finger zu
schauen nämlich.«
Isabell Schirra ()
»In Salles Essay erfährt man vieles, was sonst hinter den Kulissen dieser extremen Branche und ihrer Klientel, der ›globalisierten Hyperbourgeoisie‹, wie auch dem harmlosen Geplänkel der Medienberichterstattung verborgen bleibt.«
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»Soziologe Salle beschreibt ganz wunderbar die abgedrehte Welt der Milliardäre.«
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»Ein Sachbuch, das sich mindestens so unterhaltsam liest wie ein Roman.«
Daniel Hackbarth ()
»Dieses Buch … gibt sich große Mühe, zum Teil hochkomplexe Zusammenhänge, einfach und trotzdem in einer schönen Sprache darzustellen … Ich habe es deshalb mit großem Gewinn gelesen.«
Sophie Passmann ()
»... rhetorisch sehr gut gemacht ... Das Thema Superyachten ist auch unter einem politischen Aktualitätsgesichtspunkt sehr brisant.«
Thomas Strässle ()
»Es ist klug, interessant und provozierend. Wenn man Argumente für eine krachende Vermögen- und internationale Reichensteuern sucht, wird man sehr gut bedient.«
Ursula Weidenfeld ()
»Grégory Salles Überlegungen zum Phänomen der Superyacht gewinnen nicht zuletzt, weil sie geschickt zwischen Literatur, Journalismus und Sozialwissenschaften wechseln.«
Brigitte Werneburg ()
»... seine Analysen und Betrachtungen zu ›Luxus und Stille im Kapitalozän‹ [fördern] nicht nur Empörendes aus den maritimen Spielzonen der Superreichen einerseits, brutaler Ausbeutung des Personals, der Werftarbeiter, der Natur, der Ressourcen andererseits zutage, sondern haben, weil Salle so trefflich zu spotten versteht, trotz allem noch hohen Unterhaltungswert.«
Gitta List ()