Selma Asotić hat sich als junge feministische Stimme aus Bosnien einen Namen gemacht. Ihre Lyrik ist einfach, bilderreich und prägnant. Sie findet eine Sprache für die Zerrissenheit zwischen Heimat und Fremdsein; für Liebe und lesbisches Begehren; für den generationenlangen Weg der Frauen vom Schweigen zum Sprechen – vor allem aber für den Krieg als den brutalen ständigen Begleiter, der sie in ihren Träumen verfolgt und dem sie trotzdem den Kopf hält, wenn er, alt geworden und sich um seine Bedeutung sorgend, erbrechen muss: »Schon gut, Alter, ich erinnere mich noch an dich.«
Selma Asotić verdichtet in diesen 37 Gedichten unprätentiös und kunstvoll Erfahrungen, die nicht aufhören, sondern sich im Gegenteil immer fortsetzen.
Selma Asotić
1992 im belagerten Sarajevo geboren, studierte Selma Asotić zunächst in ihrer Heimatstadt Komparatistik und machte später ihren Master in Boston/MA. In Sarajevo gab sie 2017 bis 2021 die feministische Theorie- und Kunstzeitschrift BONA heraus. Sag Feuer ist ihr preisgekröntes Debüt. Selma Asotić lebt in den USA.
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»Selma Asotić leiht den vergessenen
und überhörten Stimmen ihr Sprechen.«
Nico Bleutge ()
»... mit welcher Unerschrockenheit [Asotić] ihre Verse, nun ja, in Brand steckt, macht dieses Debüt in einer generell bemerkenswerten Lyriksaison zu einer echten Entdeckung.«
Daniel Graf ()