Eine Reportage zum wichtigsten Gerichtsprozess unserer Zeit
Die monströsen Verbrechen an Gisèle Pelicot, die von ihrem Mann über Jahre betäubt und von ihm und fast 70 anderen Männern vergewaltigt wurde, haben die Welt erschüttert. Das sich anschließende Gerichtsverfahren avancierte zu einem der aufsehenerregendsten Prozesse der letzten Jahrzehnte, nicht nur wegen der Schwere der Schuld, sondern weil weithin klar wurde, dass das dort Verhandelte Millionen von Frauen betrifft.
Manon Garcia, eine der wichtigsten Feministinnen der neuen Generation, reiste zum Prozess nach Avignon, um diesen akribisch zu dokumentieren. Sie verbindet ihre präzisen Beobachtungen über den Verlauf des Verfahrens, die Angeklagten und deren Reaktion auf die Vorwürfe mit Überlegungen zur Rolle der Frau in der patriarchalen Gesellschaft. Und sie verknüpft sie mit eigenen Erfahrungen der alltäglichen Gefahr, Opfer zu werden. Angesichts der Abgründe männlicher Gewalt gelangt sie zu der existenziellen Frage: Wie noch mit Männern leben?
Manon Garcia
Manon Garcia, geboren 1985, ist nach Stationen in Harvard, Yale und Berlin Professorin für Praktische Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt. In Frankreich zählt sie zu den einflussreichsten und meistgelesenen Philosophinnen ihrer Generation. Ihre Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Für Das Gespräch der Geschlechter. Eine Philosophie der Zustimmung erhielt sie 2022 den Prix des Rencontres philosophiques de Monaco. Zuletzt sind von ihr im Suhrkamp Verlag erschienen: Wir werden nicht unterwürfig geboren. Wie das Patriarchat das Leben von Frauen bestimmt (stw 2434) und Mit Männern leben. Überlegungen zum Pelicot-Prozess (2025).
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»Ein Buch, das schmerzt, wütend und immer wieder fassungslos macht.«
Peer Teuwsen ()
»Nicht alle Männer sind Vergewaltiger, aber nahezu alle
Vergewaltiger sind Männer. ... Manon Garcia hat sich
unter dem Eindruck des Pelicot-Prozesses
auf die Suche nach den Gründen dafür gemacht. Und Antworten gefunden.«
()
»In ihrem
kämpferischen Text zeigt Garcia, dass man Hoffnungen nicht allein auf die Gesetzgebung setzen sollte, sondern stattdessen
tiefgreifende gesellschaftliche Umwälzungen vonnöten sind, um tatsächlich an der Wurzel des Problems der sexuellen Gewalt
zu arbeiten. Gerade durch ihren persönlichen Stil gelingt es ihr, umso mehr zur Reflexion über grassierende
Geschlechterbilder anzuregen.«
Valerie Bäuerlein ()
»Die
Philosophin Manon Garcia
berichtet vom Pelicot-Prozess
in Avignon, teilt Beobachtungen, sucht nach Erklärungen,
führt tief in die Abgründe der
patriarchalen Gesellschaft.«
Beate Scheder ()
»Die Überlegungen, die Garcia anstellt, reichen in unseren Alltag hinein, in unseren intimsten Umgang miteinander. Sie zuzulassen, ist schwer, ja, fast unerträglich.«
Anna Vollmer ()
»Das Buch stellt die richtigen Fragen und versucht den Pelicot-Prozess zu nutzen, um dem Strafprozess nun einen Gesellschaftsprozess folgen zu lassen, der uns alle in die Pflicht nimmt, uns mit den Tätern zu beschäftigen.«
Katharina Teutsch ()
»Garcias Buch verdeutlicht: Die
gesellschaftliche Akzeptanz
von sexualisierter Gewalt ist
ein strukturelles Problem. Strafrecht allein kann es nicht lösen.«
Verena Harzer ()
»Nicht zuletzt ist Mit Männern leben ein aus dem Geist der Philosophie geborenes Plädoyer für eine Aufklärung ...«
Jakob Hayner ()
»Mit Männern leben ist ein Buch, dem man die unmittelbare Erschütterung anmerkt, die der Prozess [um Gisèle Pelicot] in der Autorin ausgelöst hat. Und dem man insbesondere männliche Leser wünscht.«
Johanna Adorján ()
»… extrem lesenswerte, klärende wie kämpferische Überlegungen.«
Elisa Primavera-Levy ()
»›Die Scham muss die Seite wechseln‹, war ein Schlagwort im Zuge des Pelicot-Prozesses. Wer dieses Buch nicht nur liest, sondern sich darauf einlässt, versteht, warum.«
Alexander Huber ()
»Dass all die Details in Mit Männern leben erst begreiflich machen, was da Unbeschreibliches passiert ist, leuchtet beim Lesen ... ein – was darauf schließen lässt, das Garcia das richtige Maß und einen sensiblen Umgang mit dem Thema gefunden hat.«
Julia Pustet ()
»[E]ine bestürzende und zugleich ungemein produktive Lektüre zu den Normen von Männlichkeit und Weiblichkeit ...«
Magdalena Miedl ()
»Mit Männern leben ist eine Mischung aus präzisen Prozessbeobachtungen, schonungsloser Selbstbefragung und philosophischer Reflexion darüber, was dieser Prozess über unsere Gesellschaft offenlegt.«
Silvia Süess ()
»... ein lesenswerter und persönlicher
Bericht, der sich auf die gesellschaftspolitischen und philosophischen Fragen konzentriert, die dieser Prozess aufwirft.«
Donja Noormofidi ()
»... die Lektüre von Mit Männern leben [überzeugt] durch die facettenreiche und schonungslose Annäherung an den Komplex Geschlecht, Gesellschaft und Gewalt ...«
Lilian Hümmler ()
»... ein Buch, das ganz besonders Männer lesen sollten.«
Niels Schniederjann ()
»Ein einzigartiges und persönliches Buch, eine Mischung aus Prozessbericht und philosophischer Analyse.«
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»Feministinnen wird oft vorgeworfen, sie würden Männer hassen. Manon Garcia dreht den Spieß um: Was wäre, wenn es die Männer wären, die Frauen nicht mögen?«
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»... ein Buch, das man insbesondere Männern empfehlen muss, um die patriarchale Welt mal aus den Augen einer Frau betrachten zu können.«
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»Dieses Buch ist ein weiterer wichtiger Beitrag zum Thema geschlechtsspezifischer Gewalt,
der an vielen Stellen schwer aushaltbar und
genau deswegen wichtig weiterzulesen ist, weil
er letztlich einen Teil der gewaltvollen Realität
beschreibt, die solche Taten möglich machen.«
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