Die Arbeit führt vor Augen, wie Behinderung dem neutestamentlichen Autor Lukas in der Apostelgeschichte als literarisches Mittel dient, um neben der Ausbreitung der christlichen Botschaft auch körperliche Imperfektionen, religiöse Irrtümer und soziale Isoliertheit aufzuzeigen. Das Werk beinhaltet die Anwendung wichtiger Impulse aus den Disablity Studies (u.a. zu den Themen Körper, Normalität, Identität, Stigmatisierung) auf vier Erzählungen der Apostelgeschichte. Dabei handelt es sich um die Texte über den Mann mit Lähmung am Tempeltor (Apg 3), den äthiopischen Eunuchen (Apg 8), die Bekehrung des Paulus (Apg 9) und das Sklavenmädchen mit dem Wahrsagegeist (Apg 16). Für dieses Vorgehen wurde ein eigenes Schema entwickelt, das auch in anderen Kontexten für die Disability Exegese fruchtbar gemacht werden kann.
Emma Wagner
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