Kann man über Arbeitslosigkeit noch schreiben?
Grundsätzlich nein, jedenfalls nicht auf die herkömmliche, gutgemeint sozialkritische Art ... Der einzige Weg zu diesem Thema ist der Umweg. Und eine solche, sehr persönliche Abschweifung ins Herz der Sache hat Moritz Rinke mit seinem neuesten Stück gewagt: "Café Umberto" ist kein Arbeitslosen-Drama, es sind drei Liebesgeschichten aus der Arbeitslosigkeit. (John von Düffel)
John von Düffel
John von Düffel, geboren 1966 in Göttingen, arbeitet als Autor und Dramaturg und lehrt zudem an der Universität der Künste, Berlin. Er hat Romane, Essays, Übersetzungen und Bearbeitungen veröffentlicht. Für seinen Debütroman «Vom Wasser» (1998) wurde er u. a. ausgezeichnet mit dem Aspekte-Literaturpreis des ZDF, dem Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt sowie dem Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg. Für seinen Roman «Houwelandt» (2004) erhielt er den Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen. Zu seinen Stücken und Bearbeitungen zählen «Buddenbrooks» nach Thomas Mann (2005), «Traumjobs» (2009) und «Alle sechzehn Jahre im Sommer» (2012).
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