Als ihr Mann 1952 endlich aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, hofft Agnes auf das lang entbehrte Glück. Aber Walter leidet unter Albträumen, verhält sich autoritär und abweisend. Agnes flüchtet sich in ihre Arbeit bei der französischen Verwaltung in Baden-Baden. Doch nach der Geburt von Tochter Monika soll sie zu Hause bleiben. Schließlich kommt es zu einem erbitterten Streit – in dem Walter ihr droht, sie mundtot zu machen. Denn Agnes glaubt inzwischen Hinweise darauf zu haben, dass ihr Mann an Gräueltaten gegen Zivilisten in Frankreich beteiligt war. Was sie zuvor als auswegslose Entfremdung in ihrer Ehe empfunden hat, verwandelt sich schlagartig in Angst. Um von Walter loszukommen, ist Agnes zu allem bereit …
Siebzig Jahre später: Lilo hat ein sehr angespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter Monika. Von den familiären Wurzeln weiß sie so gut wie nichts. Auch nichts von der Großmutter namens Agnes, die nach dem Krieg angeblich im Gefängnis saß. Wegen Mordes an ihrem Mann! Doch dann macht Lilo eine Entdeckung, die alles auf den Kopf stellt.
Großmutter, Tochter, Enkelin − und die Folgen vererbter Traumata
Ein großer Roman über drei Frauenschicksale, das Schweigen in der Nachkriegszeit, die unerzählte Sicht der Ehefrauen von Kriegsheimkehrern und die Verantwortung in der Gegenwart
Psychologisch stark, hervorragend recherchiert, ergreifend erzählt − für Leser:innen von Trude Teige und Susanne Abel
Valerie Jakob
Unter dem Namen Valerie Jakob schreibt eine der erfolgreichsten Übersetzerinnen von Romanen aus dem angloamerikanischen und französischen Sprachraum. Mit ihren Werken erzählt sie auf kluge und berührende Weise von den Verstrickungen einzelner Schicksale in den großen Lauf der Geschichte.
Familiengeschichte Nachkriegszeit Kriegsverbrechen Mutter/Tochter Familiengeheimnisse Kriegsheimkehrer Frauen-Generationen Familie Beziehungen deutsch-französische Geschichte Baden-Baden Trude Teige Trauma Traumabewältigung Generationenkonflikt
Eine kluge einfühlsame Schilderung dreier Frauen in Zeiten historischer Umbrüche. Die Autorin taucht tief in die Kriegs- und Nachkriegsgeschichte ein und konnte mich mit ihrem Buch absolut begeistern … Ich spreche diesem Buch eine dicke Leseempfehlung aus.
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Viel zu lange hab ich gewartet, das Buch zu lesen. Denn Agnes‘ Geschichte hat mir richtig gut gefallen! Spannend und fesselnd bis zur letzten Seite!
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Das Buch taucht tief in die deutsche Kriegs- und Nachkriegsgeschichte ein … Daraus baut Jakob ein dramatisches Szenario auf, an dessen Ende es zu einer familiären Tragödie kommt.
Gerhild Wissmann ()
Valerie Jakob hat ein sehr eindringliches Buch geschrieben … Ein starkes Zeitzeugnis.
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Eine absolut lesenswerte, beeindruckende aber auch emotionale Geschichte, die beim Lesen sehr tief greift und uns über die eigene Familiengeschichte nachdenken lässt. Große Empfehlung!
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Ich fand das Buch grandios … Große Leseempfehlung meinerseits!
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Mich hat die kluge, einfühlsame Schilderung der individuellen Lebensgeschichte dieser drei Frauen im Spiegel großer historischer Umbrüche sehr berührt … Ein vielschichtiges, empathisch verfasstes Portrait zwischen gesellschaftlichen Zwängen und individuellen Sehnsüchten.
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Ein absolut lesenswertes, vielschichtiges Generationsporträt! Intensiv, emotional und klug erzählt.
Claudia Biendara ()
Mir hat in diesem leicht lesbaren, fesselnden Roman besonders die Reise in Agnes' Vergangenheit gefallen. Hier gibt es viel Spannung und Dramatik ... Ein bemerkenswerter Roman, über den ich noch lange nachgedacht habe.
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Fell erzählt eine spannende Familiengeschichte. Es ist auch eine Geschichte über die Nachwirkungen des furchtbaren Krieges auf Folgegenerationen ... Es ist keine leichte Lektüre, aber eine bewegende.
Bernd Kamleitner ()
Eine sehr beeindruckende Geschichte. Eine, die nicht mal eben so weg zu lesen ist. Sondern zutiefst bewegt und noch lange im Kopf bleiben wird.
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Nicht selten werden Familien, die Kriege erlebt haben, von schrecklichen Geschehnissen, nicht offengelegten Ereignissen und Konflikten verstört und oftmals auch zerstört. Sogar die nächste Generation kann davon betroffen sein, wie der bewegende Roman der Autorin Valerie Jakob eindringlich erzählt. „Frag nicht nach Agnes“ reflektiert Gegebenheiten, die, obwohl in einer grausam großen Anzahl geschehen, so in keinem Geschichtsbuch zu finden sind. Leser*innen werden sie deshalb ganz besonders intensiv empfinden und im Gedächtnis behalten.
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Ein trauriges, aber sehr realistisches Buch über die Schrecken des Krieges und dessen Nachwirkungen. Die Autorin findet einen guten Mittelweg, der selbst die Handlungen der unsympathischen Personen nachvollziehbar macht. Das Schweigen und die Vorwürfe sind spürbar, die argwöhnische Stimmung und die drückende Schwere, die jeden noch so kleinen Funken Glück im Keim ersticken, übertragen sich beim Lesen. Trotzdem bleibt der bittere Nachgeschmack, dass diese Schicksale tausendfach stattgefunden haben, ganze Leben zerstört wurden und nie jemand davon erfahren wird.
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