Als er im Sterben lag, sagte Paul Auster seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt geworden: eine allzeit spürbare Präsenz, schmerzlich und tröstlich zugleich. Sie trägt seine Jacke, sie meint, seine Zigarillos im Haus zu riechen, sie liest seine Bücher von Neuem. Und zum ersten Mal seit langer Zeit liest sie ihre eigenen Liebesbriefe, vom Beginn einer gemeinsamen Geschichte, die 43 Jahre währen sollte.
Mit ihrem beispiellosen Trauer-, Gedächtnis- und Liebesbuch nähert sie sich dem unmöglichen Wunsch, Paul zu neuem Leben zu erwecken. Und Paul selbst kommt zu Wort, mit Briefen, die er für den Monate vor seinem Tod geborenen Enkel Miles hinterlassen hat.
In diesem großen Werk der Erinnerung werden Fragen aufgeworfen, die alle Menschen angehen; es lässt eine einzigartige Liebes- und Lebensgemeinschaft wiedererstehen, die des legendär gewordenen Autorenpaars aus Brooklyn.
Ein Buch der Erinnerung, ein Buch der Liebe: Siri Hustvedt schreibt über ihr Leben mit Paul Auster.
Ghost Stories handelt von Verlust und Trauer und vom Trost einer Liebe über den Tod hinaus.
Mit Texten aus dem unvollendeten letzten Buchprojekt von Paul Auster: Briefen an seinen Enkel Miles
Siri Hustvedt
Siri Hustvedt wurde 1955 in Northfield, Minnesota, geboren. Sie studierte Literatur an der Columbia University und promovierte mit einer Arbeit über Charles Dickens. Bislang hat sie sieben Romane publiziert. Mit Was ich liebte hatte sie ihren internationalen Durchbruch. Zuletzt erschienen Die gleißende Welt, Damals und Ghost Stories, ein Buch der Erinnerung an ihren verstorbenen Mann Paul Auster. Zugleich ist sie eine profilierte Essayistin. Bei Rowohlt liegen u. a. die Essaybände Nicht hier, nicht dort, Leben, Eine Frau schaut auf Männer, die auf Frauen schauen und Mütter, Väter und Täter vor.
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Ein erschütterndes Buch, ein Meisterwerk - und das Monument einer unsterblichen Liebe.
Thomas David ()
Das Schreckliche und Hoffnungsvolle bleiben im Privaten wie Politischen, im Kleinen wie Großen untrennbar verbunden. Das macht „Ghost Stories“ zu einer berührenden Lektüre, die weit über die Geschichte von Siri und Paul hinausweist.
Ursula Scheer ()
Ein ungestümes Buch, ein echtes Hustvedt-Buch .... Am schönsten ist das Buch freilich als Liebesroman, als Geschichte von Siri und Paul/Paul und Siri.
Judith von Sternburg ()
Ihr ergreifendes Buch endet mit der tröstenden Gewissheit, dass ein Mensch erst dann geht, wenn er nicht mehr erinnert wird.
Ursula Kähler ()
„Ghost Stories“ zeigt Trauer nicht als Ausnahmezustand, sondern als Weiterleben unter neuen Bedingungen – und es zeigt Liebe nicht als Gefühl, sondern als gemeinsame Praxis, die plötzlich ungewollt einseitig geworden ist.
Sven Trautwein ()
Eine berührende und, insofern Literatur überhaupt ein Trost sein kann, eine tröstende Lektüre.
Denis Scheck ()
Man kann es als einen ein letzten, bewegenden Vollzug jener Zwischenleiblichkeit begreifen, wie hier das Vermächtnis eines großen Autors und Menschen auf eine Weise gewürdigt wird, die nur einer ebenbürtigen Autorin zu Gebote steht. Schön und schmerzlich zugleich.
Stefan Kister ()
"Ghost Stories“ ist alles andere als Ratgeberliteratur. Dennoch kann es über die wunderschöne und im wahrsten Sinne todtraurige Geschichte von Siri Hustvedt und Paul Auster hinaus anderen Menschen einen Weg aufzeigen, mit den Geistern ihrer Toten umzugehen - auf welche Weise auch immer.
Kristian Teetz ()
Siri Hustvedt ist nicht nur eine erfolgreiche Schriftstellerin, sondern gehört auch zu den großen öffentlichen Intellektuellen unserer Zeit.
Patrick Heidmann ()
Hustvedt weiß, dass dies ihre subjektive Perspektive ist. Aber es ist die, die die Welt
jetzt zu hören bekommt und die sie auch hören will. Weil sie Sehnsüchte stillt.
Katharina Brenner-Meyer ()
"Ghost Stories“, bestechend übersetzt von Grete Osterwald und Uli Aumüller, ist ein Auf und Ab der Gefühle einer trauernden und sich erinnernden Frau. Und so wird man auch als Leser zu Tränen gerührt, muss aber auch immer mal wieder lächeln.
Tobias Wenzel ()
Hier schreibt eine Denkerin, die Gefühle ernst nimmt, aber auch analytisch durchdringt.
Martina Läubli ()
Für „Ghost Stories“ lässt Hustvedt erstmals jeden schützenden Filter fallen.
Thomas Lindemann ()
Ein hinreißendes Trauerbuch
Gerrit Bartels ()
Ein herzzerreißend schöner Tribut an eine Liebesbeziehung unter gleichberechtigten Verbündeten, eine Liebe voll gegenseitiger Unterstützung und Respekt.
Johanna Grillmayer ()
Das ist neben so vielem anderen, was dieses Buch so klug und ergreifend macht, vielleicht das Beste: Es schildert die sehr persönlichen Erlebnisse, Gefühle und Gedanken zweier Menschen und sagt dabei etwas über alle. Mit den Mitteln der Literatur und mit analytischer Energie.
Sabine Rohlf ()
Es ist ein tröstliches Buch. Es gibt aber etwas, das wie ein dunkler Schatten über allem liegt, was in diesem Buch steht.
Xaver von Cranach ()
'Ghost Stories' ist eine wahre Geschichte, die niemanden unberührt lässt.
Gabriela Herpell ()
Trotz düsterer Momente ist ihr Buch jedoch eine Feier des Lebens. Und Auster ihr Co-Autor.
Sebastian Fasthuber ()
Es ist das große literarische Verdienst von Siri Hustvedt, dass sich das Buch nicht
wie die Reminiszenzen einer Witwe liest, sondern wie das lebendige Erinnerungsbuch einer Frau, die im Schreiben wieder zu leben beginnt.
Mara Delius ()