Ein eindringlicher, persönlicher Bericht aus Israel und ein Plädoyer für die Menschlichkeit auf beiden Seiten eines zerstörerischen Kriegs.
Ist das noch mein Land? Diese Frage stellt sich Sarah Levy, seit sie erlebt, wie Israels rechtsnationale Regierung die israelische Gesellschaft spaltet. Dann attackiert die Hamas das Land am 7. Oktober 2023. Auf brutale Weise ändert der Krieg das Leben, das die junge Mutter in Tel Aviv führt. Sie flieht mit Partner und Kind in ihre Heimat Frankfurt und muss dort erkennen, dass Deutschland nicht mehr ihr Land ist. Doch das Israel, in das sie zurückkehrt, kämpft um seine Seele. Freunde tragen plötzlich Waffen, Verwandte wünschen Palästinensern die Auslöschung, Nachbarn unterstellen ihr, die Soldaten zu verraten. Der Kriegsalltag zwischen Schutzbunker und allgegenwärtigem Verlust führt Levy an ihre Grenzen – als Mutter und als Partnerin, aber auch als Deutsche, die jetzt verstehen muss, dass das Land, das sie zum Leben gewählt hat, die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft mit den Palästinensern schon lange verloren hat. Wer wird mein Sohn, fragt sie sich, wenn er hier aufwächst?
Sarah Levy beschreibt mit kritischem Mitgefühl, wie Radikalisierung und Polarisierung ein Land verändern – und letztlich auch sie selbst.
«Zutiefst persönlich, zutiefst politisch, zutiefst ehrlich. Ein Buch, das die große Wunde des Nahostkonflikts von allen Seiten schonungslos offenlegt. Sarah Levy beleuchtet sensibel und kenntnisreich alle Facetten eines Daseins zwischen Israel, Palästina und Deutschland.» Shelly Kupferberg
«Ein Buch für alle, die jenseits der polarisierten Nahostdebatte nach Zwischen- und Grautönen suchen.» Saba-Nur Cheema
Ein eindringlicher Bericht aus Israel und ein Plädoyer für die Menschlichkeit auf beiden Seiten eines zerstörerischen Kriegs.
Sarah Levy nimmt uns mit in den Alltag hinter den Schlagzeilen – in ein Land zwischen Trauma und Radikalisierung.
Sarah Levy
Sarah Levy, geboren 1985, wuchs in Deutschland mit jüdischen und nicht-jüdischen Großeltern auf; 2019 wanderte sie nach Israel aus und schrieb darüber ihr erstes Buch «Fünf Wörter für Sehnsucht». Sie besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule und arbeitet als freie Journalistin. Seit 2018 koordiniert sie das Projekt stopantisemitismus.de und arbeitet für diverse Bildungsinitiativen. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Tel Aviv.
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Das Buch ist merklich einem Hadern der Autorin mit ihrer Wahlheimat entwachsen – und der Frage ob Israel der beste Ort ist, um ihren Sohn großzuziehen.
Eugen El ()
Sarah Levy ringt hart um alles, um das man in einem so persönlichen Text leicht herumschreiben könnte: Das ist tief beeindruckend und geht zu Herzen.
Meike Dinklage ()
Neben Angst und Schuldgefühlen hat Levy dennoch die Hoffnung, dass Israel sich seine Vielfalt bewahrt.
Judith Tjardes ()
Für alle, die zugespitzte Debatten und Schwarz-Weiß-Denken satthaben, ist ihr Buch eine zwar schmerzhafte, aber höchst aufschlussreiche Lektüre.
Victoria Eglau ()
Sarah Levy reflektiert über eine Gesellschaft, die vor lauter Traumata immer radikaler wird – und es liberalen Stimmen zunehmend schwer macht.
Leander F. Badura ()
Keine Fernsehreportage, kein Zeitungsbericht, kein Podcast schildert wohl in dieser Tiefe, Genauigkeit und Sensibilität die Stimmungslage in Israel.
Hans Riebsamen ()