Eine Karriere als Musikerin – das war eigentlich Charlottes größter Wunsch. Aber jetzt ist es ja eh zu spät, und sie muss sich um einen vernünftigen Job kümmern, schon wegen der Eltern. Sie findet eine Stelle in einem Verlag, auch nicht schlecht, und München ist eine schöne Stadt, vor allem im Sommer.
Im Vorzimmer des Verlegers sitzt Charlotte ganz nah am Zentrum der Macht. Dass der seine Assistentinnen oft auswechselt, kriegt sie schnell mit. Aber sie entwickelt ein gutes Verhältnis zu ihrem Chef, der ihre Stärken erkennt, ihr vertraut. Und dafür muss sie eben viel in Kauf nehmen, sehr viel, vielleicht auch selbst mit harten Bandagen kämpfen, vielleicht ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Vielleicht sogar Bo verlieren, in den sie sich doch gerade erst verliebt hat …
In wunderbar lakonischem Tonfall, mit Humor und Tiefgang erzählt Caroline Wahls neuer Roman von einer jungen Frau, die sich nicht zum Opfer machen lassen will und doch in eine Lage gerät, die viele Menschen kennen: wenn einem der Beruf zur Hölle wird. Eine ganz alltägliche Leidensgeschichte, ein Roman über Resilienz und Überleben.
Ein Sommer in München, ein aufregender Job, eine neue Liebe. Es läuft bei Charlotte – nur vielleicht in die ganz falsche Richtung …
«Caroline Wahls Literatur ist eine erfreuliche Disruption im mitunter sehr berechenbaren Einerlei der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.» Denis Scheck
Caroline Wahl
Caroline Wahl, geboren 1995 in Mainz, wuchs in der Nähe von Heidelberg auf. Sie hat Germanistik in Tübingen und Deutsche Literatur in Berlin studiert. 2023 erschien ihr Debütroman 22 Bahnen, für den sie u. a. mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde 22 Bahnen Lieblingsbuch der Unabhängigen 2023. Auch ihre Romane Windstärke 17 und Die Assistentin wurden zum Ereignis und standen monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Caroline Wahl lebt in Kiel.
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„Die Assistentin“ ist schärfer im Ton, bitterböse und selbstironisch – und macht süchtig
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Die Autorin führt deutlich vor: Sie ist eine junge Frau und sie hat alles in der Hand. Das ist ihre Botschaft. Und ihr Triumph.
Marie Schmidt ()
Wahl hat sich ihren faszinierenden Sound bewahrt ... Was das Buch stark macht, ist die Verstrickung der Protagonistin in die Herrschaftsverhältnisse, die sie vorfindet.
Peer Teuwsen ()
Eine wirklich gute, differenzierte Geschichte von Macht und Ohnmacht ... Caroline Wahl ist cool.
Laura Hertreiter ()
Indem sie Charlottes Geschichte mit den Urteilen über die eigene Autorschaft verschränkt, zeigt Wahl, dass sie ihre vertrauten Muster weiterführt – und zugleich erzählerisch einen Schritt über sie hinausgeht.
Erika Thomalla ()
'Die Assistentin' will nicht gefallen – es will gelesen und diskutiert werden.
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Wahls größte Stärke sind ihre pointierten Dialoge, in denen sie mit dem Verleger das brillanteste Monster der jüngeren Gegenwartsliteratur erschafft.
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Ein spannender Roman
Silvi Feist ()
Ein witziger, smarter Roman ... Caroline Wahl macht in „Die Assistentin“ erzählerisch also eine Menge anders als in den beiden Romanen davor.
Tobias Rüther ()
Der typische Caroline Wahl-Sound klingt in diesem Buch mehr sarkastisch als
humorvoll ... Vielleicht gibt ihr neues Buch genau dadurch einen wichtigen Anstoß, diese Verhältnisse sowohl innerhalb als auch außerhalb der Verlagsbranche so schonungslos zu betrachten, wie sie für junge Frauen tatsächlich sind.
Kristine Harthauer ()
Uneingeschränkt lesenswert!
Lothar Schröder ()
Die neue Wahl ist mutig und provokant.
Katrin Maier-Sohn ()
Caroline Wahls Bücher sind zugleich Unterhaltungsliteratur und Hochkultur ... Ist es am Ende nicht ein bisschen wie bei Taylor Swift?
Hannah Krug ()
Wie Arbeit zur Hölle werden kann, erzählt Caroline Wahl in ihrem neuen Roman mit bissiger Akribie.
Angela Wittmann ()
Glänzend geschrieben ... Man darf „Die Assistentin“ als Plädoyer dafür lesen, sich nicht ausbeuten zu lassen.
Thomas Andre ()