Natascha Wodin, Autorin des Bestsellers Sie kam aus Mariupol und eine der großen Autorinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, erzählt in ihrem neuen Buch berührend, ehrlich und poetisch vom Altwerden und einer späten großen Liebe. Es geht um widersprüchliche Gefühle, um Nähe und Fremdsein in einer Beziehung und um die Gedanken an den näher rückenden Tod, den Schmerz des unaufhaltsamen Abschieds.
Was bedeutet es, wenn man sich in hohem Alter noch einmal verliebt? Wenn nicht mehr viel Zeit füreinander bleibt und man sich eigentlich schon im Alleinsein eingerichtet hat? In Natascha Wodins neuem Buch wagt die Erzählerin den Versuch, die Liebe über die Einsamkeit siegen zu lassen, ein letztmögliches Lebensexperiment, in dem sich die Fragen nach Liebe und Tod mit existenzieller Dringlichkeit stellen und die Mühen des Alters zum Alltag gehören. Die Geschichte des Paares ist der rote Faden im Text, einem Gewebe aus Erinnerungen, Reflexionen, Beobachtungen – aufgezeichnet an einem mecklenburgischen See mit Blick auf das Wasser und den gegenüberliegenden Horizont.
«Wie gut und ermutigend, dass es Natascha Wodin und ihre Bücher gibt!» Marko Martin, Welt am Sonntag
«Die Sprache Wodins nimmt dem, was sie erzählt, nicht den Schrecken. Im Gegenteil: Sie macht ihn spürbar, nachvollziehbar. Und gleichzeitig spendet ihre Kunst den so nötigen Trost.» Der Spiegel
Ein zutiefst berührendes Buch über das Altwerden und eine späte große Liebe.
«Wie gut und ermutigend, dass es Natascha Wodin und ihre Bücher gibt!» Marko Martin, Welt am Sonntag
2022 wurde Natascha Wodin mit dem Joseph-Breitbach-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, 2017 erhielt sie den Preis der Leipziger Buchmesse für «Sie kam aus Mariupol».
Natascha Wodin
Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihren 1983 erschienenen ersten Roman Die gläserne Stadt folgten zahlreiche weitere Veröffentlichungen, darunter die Romane Nachtgeschwister und Irgendwo in diesem Dunkel. Ihr Werk wurde unter anderem mit dem Hermann-Hesse-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis und dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet, für Sie kam aus Mariupol wurden ihr der Alfred-Döblin-Preis, der Preis der Leipziger Buchmesse und der Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil 2019 verliehen. 2022 wurde sie mit dem Joseph-Breitbach-Preis für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Natascha Wodin lebt in Berlin und Mecklenburg.
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Es liegt nicht zuletzt an den Landschaftsbildern und an den darin eingebetteten Lebensreflexionen, dass man "Die späten Tage" so gerne liest.
Meike Fessmann ()
Ein radikales und zugleich sehr zartes Geflecht der Gefühlswelten, die einem Menschen widerfahren, wenn es auf das Ende zugeht, und die vergangenen Tage wieder hochspülen.
Lerke von Saalfeld ()
Das ist der eigentliche Zauber dieses Buches, dass es nichts beschönigt und trotzdem schön ist. Das Leben hört nicht auf, lebendig zu sein, nur weil es dem Ende zugeht, es verändert nur seine Töne, und Natscha Wodin hört sie alle.
Theresa Hübner ()
Außergewöhnlich und stark!
Jörg Magenau ()
Natascha Wodin erzählt hinreißend über eine letzte Liebe. Dieses Buch ist ein Alterswerk, radikal, aber nicht bitter. (...) Eine große Selbstbeobachterin erzählt darin die Leidenschaften des Daseins von ihrem Ende her.
Katharina Teutsch ()
Natascha Wodin hat ein Buch voller großer Gefühle geschrieben, ohne jemals sentimental zu werden (... Sie) erlaubt uns mit „Die späten Tage“ einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt einer alternden, einer liebenden Frau. Schonungslos, berührend, herzergreifend.
Bettina Baltschev ()
Wodin fasziniert mit subtilen Beziehungsschilderungen, mit der unnachgiebigen Genauigkeit, mit der sie den leiblichen Schmerz, Verfall, das nahende Zu-Ende-Gehen darstellt.
Simone Dattenberger ()
Ihren existenziellen Fragen nach Lebenssinn, Selbstbestimmtheit und Würde kann man nicht ausweichen. Durch die Verdichtung und nüchterne Sprache entsteht eine poetische Kraft, die einen ganz eigenen Sog entfaltet. Wer sich darauf einlässt, wird das Buch nicht so schnell vergessen können.
Anke Jahns ()
Das ist der eigentliche Zauber dieses Buches: dass es nichts beschönigt und trotzdem schön ist.
Theresa Hübner ()