Timo Feldhaus Feldhaus Mary Shelleys Zimmer

Mary Shelleys Zimmer

von Timo Feldhaus

Als 1816 ein Vulkan die Welt verdunkelte

EUR 26,00

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Beschreibung

Der Tambora explodiert. Der Vulkanausbruch auf einer indonesischen Insel ist der heftigste der Neuzeit und bewirkt enorme Klimaveränderungen. Kalt und dunkel wird es, auch in Europa kommt es 1816 zu einem Jahr ohne Sommer.
Timo Feldhaus folgt der riesigen Schwefelwolke, die die Welt verdüstert, und beobachtet, was unter ihr geschieht: Goethe entdeckt die Wolkenwissenschaft, Caspar David Friedrich malt die giftgelben und rot eingetrübten Sonnenuntergänge, Napoleon sitzt einsam auf der Insel St. Helena und hat alles verloren. Ein Mädchen sieht ihre Familie verhungern und irrt durch ein Deutschland, in dem die nationale Idee aufkeimt. In Genf kommt es zu einer künstlerischen Eruption: Die achtzehnjährige Mary Shelley, gerade mit ihrer Liebe aus London geflohen, versteckt sich vor dem Frost und den Unwettern bei Lord Byron, dem ersten Rockstardichter. Hier kommt der stillen, hochtalentierten Frau mit den verrückten Freunden und berühmten Eltern die Idee für ihren ersten Roman: die Geschichte von Frankenstein und seinem Monster, die erste Science-Fiction.
Timo Feldhaus beschreibt einen Himmel und eine Welt im Umbruch – die der heutigen überraschend ähnlich ist. Es ist eine abenteuerliche Liebesgeschichte inmitten einer Klimakatastrophe.



Ein atemraubendes Panorama des kältesten Sommers in Europa.

Das Porträt der jungen Mary Shelley und ihres romantischen Freundeskreises.



Autor*in

Timo Feldhaus
Timo Feldhaus, geboren 1980, ist Journalist und Autor. Nach einem Studium der Literaturwissenschaft und Soziologie schreibt er für Zeit Online, Monopol und die Welt am Sonntag über Kunst- und Gesellschaftsthemen. Mit seiner Familie lebt er in Berlin.

Themen in »Mary Shelleys Zimmer«

Tambora 1815 Mary Shelley Percy Shelley Byron Johann Wolfgang von Goethe Caspar David Friedrich William Turner Napoleon Bonaparte St Helena Jahr ohne Sommer erzählendes Sachbuch Kulturgeschichte Klimawandel Vulkanausbruch Geschichte 19. Jahrhundert

Stimmen zu »Mary Shelleys Zimmer«

Pointensicher, geistreich und kurzweilig erzählt.
Marianna Lieder ()

Hinreißend und bildmächtig.
Oliver Pfohlmann ()

Man möchte es mindestens zweimal lesen.
Laura Ewert ()

Man folgt Shelleys irrem Leben hingebungsvoll, so begeistert und melancholisch wird es erzählt.
Xaver von Cranach ()

Ein furioses Debüt.
Marlen Hobrack ()

In einem Jahr ohne Sommer erfand eine WG die Moderne.
Lotar Schüler ()

Ein toller, ein kluger Schmöker, angesiedelt an einem pulsierenden, knirschenden und explosiv zischenden Moment des historischen Umbruchs.
Sabine Busch-Frank ()

Ein aufregend zu lesendes multiperspektivisches Zeitmosaik.
Oliver Pfohlmann ()

Ein Roman, der die Vergangenheit lebendig werden lässt – durch eine spritzige, moderne, aufs Heute gedrehte Sprache.
Tomasz ; Bettina Kurianowicz ; Cosack ()

Ein Buch, das kribbelig, wach und lustig macht, denn so übermütig und keck hat schon lange niemand mehr geschrieben.
Stephanie Metzger ()

Timo Feldhaus zeichnet das Porträt einer Zeit, deren Fragen und Widersprüche heute aktueller sind denn je.
Anselm Neft ()

Wirklich beeindruckend an diesem Buch (ist), dass der Autor es schafft, all diese Erzählstränge zu einer Meditation über den Fortschrittsbegriff zu verweben.
Nina Kunz ()

Was für dieses Buch .. einnimmt, ist sein empathischer Tonfall.
Harald Eggebrecht ()

Feldhaus vergnügt mit Anekdoten, spannenden historischen Momentaufnahmen und privaten Einblicken. Der Clou: Alles ist miteinander verbunden.
Corinne Orlowski ()

Lesenswert.
Friedrich von Borries ()

Alles mit frischer Respektlosigkeit zu einem Bild vermischt, das im Kopf hängen bleibt.
Meike Schnitzler ()

Eine höchst gelungene Mischung aus historischem Roman und „Climate Fiction“, gründlich recherchiert und geschrieben in einem leichtfüßigen Stil, der stellenweise an Daniel Kehlmann erinnert.
()

Der Roman ist auf beinahe altmodische Weise leicht zu lesen ... Feldhaus verknüpft wie ein hyperauktorialer Erzähler eine frühe Klimakatastrophe mit einer Liebesgeschichte, das nationale Erwachen in Deutschland mit Napoleon im Südatlantik – und springt so hurtig von einem Schauplatz zum nächsten, dass es eine Freude ist.
Arno Frank ()

Ein gelungenes Cross-over zwischen Florian Illies’ Prinzip von „1913“ und Kehlmanns „Vermessung der Welt“ – ohne bildungsbürgerliche Biederkeit.
()

Timo Feldhaus schraffiert die Windungen dieser Geschichte, bis das Porträt einer Ära entstanden ist
()

Details

ISBN: 9783498002367
Verlag: Rowohlt
Erscheinung: 12.04.2022

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