Exploring southwest Cameroon, this examination focuses on the Ejagham, a people who have maintained the significant elements of their old culture in spite of all modern influences. The study shows how they kept the foundations of the egalitarian system, to which all hierarchical tendencies were suspect, throughout the long colonial era. Highlighting Kembong— the capital of the region—as well as the essential aspects of the society and world-view of this small and previously obscure race, this volume portrays a fascinating community in an extensive series of photographs.
Die Grundlagen des egalitären politischen Systems, dem alle hierarchischen Tendenzen suspekt waren, sind bei den Ejagham durch die lange Kolonialzeit hindurch erhalten geblieben. Auch die Frauen besaßen hier mehr Entfaltungsmöglichkeiten als in vielen anderen Teilen Afrikas. Wichtige Entscheidungen werden in der Dorfversammlung getroffen und die Macht der Ahnen sowie die der gefürchteten Hexen sind trotz Christianisierung weitgehend ungebrochen. Die Geheimgesellschaften haben ihre Bedeutung behalten und sind – unter Verwendung ihrer spektakulären Masken – zuständig für Aufgaben der sozialen und politischen Kontrolle, für die Abwehr und Verfolgung gefährlicher und feindlicher Mächte und für die Organisation und Gestaltung der großen Totenfeste, die immer noch der Tradition entsprechend begangen werden. Hans-Joachim Koloss ist es gelungen, in Kembong, dem Hauptort der Region, Gesellschaft und Weltbild dieser kleinen und bislang wenig bekannten Ethnie in ihren wesentlichen Bereichen zu studieren und anhand einer umfangreichen Fotodokumentation darzustellen.
Hans J Koloss