Wie werden Substitutionen gesellschaftlich ausgehandelt? Wer ist an den Entscheidungen für oder gegen das Substitut beteiligt? Welche Medien, Narrative und Ästhetiken rahmen Substitutionsprozesse, um für Akzeptanz zu werben oder diese in Frage zu stellen? Die interdisziplinären Fallstudien in diesem Band betrachten exemplarisch historische sowie gegenwärtige Substitutionsphänomene – vom Ersatz von Wertvorstellungen über Energieinfrastrukturen bis hin zu einzelnen Dingen oder Personen, die explizit als nicht ersetzbar gelten – und bieten verschiedene methodische und theoretische Zugänge an. Ziel ist es, Substitutionen in ihren jeweiligen historischen, sozialen und politischen Kontexten zu analysieren, die Komplexität der Phänomene offenzulegen und dominante Deutungsmuster nachzuzeichnen.
Leonid Malec
Leonid Malec ist Promovend am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg.
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