Tholen Große Gefühle – in der Literatur

Große Gefühle – in der Literatur

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Beschreibung

Große Gefühle – in der Literatur. Was soll an einem solchen Thema besonders sein? Was interessiert uns denn anderes, wenn wir ein Buch aufschlagen? Wir erwarten doch selbstverständlich, dass wir in den folgenden Lektüre-Stunden, Tagen und Wochen mit der Schilderung, Inszenierung, Dramatisierung von Gefühlen geradezu und auf die intensivste Weise konfrontiert, ja vielleicht sogar von ihnen heimgesucht werden. Die Literatur ist schon immer der geeignete Aktionsraum für das Bedürfnis, die eigenen wie die Gefühle anderer zu erkunden, soviel ist sicher. Aber was ist unter Großen Gefühlen zu verstehen? Die Antwort kann nur in der Beschäftigung mit den literarischen Texten selbst liegen, denn, so die Ausgangshypothese der Vorlesungsreihe, Große Gefühle sind solche, die durch die Literatur selbst, durch Texte groß gemacht werden. Um große zu sein und als solche zu wirken, bedürfen sie also der ästhetischen Darstellung. Die Eifersucht z.B. wird allererst in Prousts monumentaler Recherche zu einem großen Gefühl, genauso wie der Lebensekel, der ennui, in Flauberts Madame Bovary oder die Angst in Ingeborg Bachmanns «Todesarten»-Projekt.

Autor*in

Toni Tholen

Themen in »Große Gefühle – in der Literatur«

Emily Dickinson Friedrich Schiller Mechtilde Lichnowsky ennui David Foster Wallace Erinnerungskultur Marcel Proust Ingeborg Bachmann Empfindsamkeit

Stimmen zu »Große Gefühle – in der Literatur«

Details

ISBN: 9783487155265
Verlag: Georg Olms Verlag
Erscheinung: 01.11.2017

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