„Aus der Sehnsucht wird Ernüchterung und damit Erkenntnis. Aus dieser Erkenntnis baut sich wieder Sehnsucht auf, weil es sich ohne sie nicht leben lässt. So werde ich immer zwischen Sehnsucht und Erkenntnis wandeln, um in meinem Lebenshunger nie satt zu werden.”
Leben und Tod, Schuld und Schicksal sind die Themen, die sich wie ein roter Faden durch das Leben von Hans Saler ziehen. Schon als Zwölfjähriger beginnt er mit dem Extrembergsteigen und wird früh mit dem Tod von Bergkameraden konfrontiert. Seine spektakulären Besteigungen ermöglichen ihm 1970 als Zweiundzwanzigjährigem die Teilnahme an der Nanga-Parbat-Expedition, die durch die höchste Steilwand der Erde führt und bei der Günther Messner ums Leben kommt.
Nach der tragischen Expedition reist Hans Saler nach Indien und macht eine Erfahrung, die seine Sicht auf das Leben grundlegend verändert: Er erhält Einblick in die Palmblattbibliothek. Dort findet er sein ganzes bisheriges Leben aufgezeichnet - von einem indischen Meister, der vor fünfhundert Jahren gelebt hat.
Hans Salers packende Schilderungen reichen weit über das reine Bergabenteuer hinaus, sind philosophische Erkenntnis ebenso wie tiefe Lebensweisheit.
„Die indische Palmblattbibliothek veränderte komplett meine Sicht auf das Leben. Plötzlich ergaben die tragischen Ereignisse einen Sinn.”
Bereits als Jugendlicher kletterte Hans Saler die schwierigsten alpinen Wände. Doch etwas schien ihn wie ein Schatten zu verfolgen: der Tod von geliebten Freunden, die mit ihm unterwegs waren. Nachder Nanga-Parbat-Expedition, bei der Günther Messner ums Leben kam, reist er nach Indien und findet dort in der Palmblattbibliothek sein bisheriges Leben aufgeschrieben. Packend erzählt er in diesem Buch seine wichtigsten Abenteuer vor dem Hintergrund, dass das Leben mehr ist als das, was wir glauben.
Hans Saler
Hans Saler, 1947 in München geboren, ist Extrembergsteiger, Weltumsegler und Lebenskünstler. Als Zweiundzwanzigjähriger war er 1970 einer der jüngsten Teilnehmer der deutschen Nanga-Parbat- Expedition. Fast drei Jahrzehnte bereiste er danach als „Nomade“ die Welt, lebte dabei u.a. bei Bergstämmen, bei Indianern, auf selbst gebauten Segelbooten und in einsamen Blockhütten. Heute wohnt er mit seiner Frau Truus am Fuße eines Vulkans in Chile und leitet als Bergführer ein Tourenunternehmen.
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