Thema des Bandes ist sprachliche Gewalt in ihren verschiedenen Ausprägungen – von der Unhöflichkeit, über subtile Formen der sprachlichen Entwertung und Herabsetzung bis hin zu Diskriminierung und Hate Speech. Die Beiträge untersuchen die sprachlichen, argumentativen und diskursiven Formen der invektiven Kommunikation und nehmen auch deren gesellschaftliche Effekte in den Blick: die Abwertung von Autoritäten, die Pluralisierung von Wahrheit, die Radikalisierung von Diskursen. Dabei werden die beschriebenen Phänomene nicht als sprachkritisch zu behandelnder Sonderfall, sondern als allgegenwärtige Modi der Kommunikation betrachtet. Die Beiträge ergeben so ein facettenreiches Bild davon, welche Funktionen herabwürdigendes Sprechen in unserer gegenwärtigen Gesellschaft hat.
Aktueller Gegenstand der Angewandten Sprachwissenschaft
Die Beiträge behandeln verschiedene Formen sprachlicher Gewalt von der Unhöflichkeit über pejorative Metaphern bis zur Hassrede und zeigen auch deren Effekte.
Sprachgebrauch der Populisten im Fokus der Sprachwissenschaft
Fabian Klinker
Hassrede Aggression Ideologievorwurf Invektivität Diskriminierung Beleidigung Unhöflichkeit
“... Die sorgfältig durchgeführten Studien, die uns aufschlussreiche Ergebnisse liefern, bereichern zweifelsohne den aktuellen Forschungsstand um wichtige, neue Aspekte, die eine Perspektive auf Praktiken sprachlicher Herabsetzung und Entwertung entwickeln sowie den Ausgangspunkt für die weitere Erforschung dieser Problematik bilden. Der vorliegende Sammelband ist als eine nützliche und wertvolle Publikation anzusehen, die zahlreiche Facetten des pejorativen Sprachgebrauchs in Alltags- und Pressediskursen bewusst macht; deshalb wird er auch einen breiten Leserkreis finden, der durch empirische Analysen fundiertes Wissen in diesem Bereich vertiefen kann.” (Mariusz Jakosz, in: Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung, Jg. 61, 2019)