Thomas Hettche Hettche Sinkende Sterne

Sinkende Sterne

von Thomas Hettche

Roman

EUR 11,99

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Beschreibung

Ein einsames Haus in den Bergen und eine Naturkatastrophe, nach der ein Schweizer Kanton sich plötzlich lossagt von unserer Gegenwart: »Sinkende Sterne« ist ein virtuoser, schwebend-abgründiger Roman, in dem eine scheinbare Idylle zur Bedrohung wird und der uns tief hineinführt in die Welt der Literatur selbst. Thomas Hettche erzählt, wie er nach dem Tod seiner Eltern in die Schweiz reist, um das Ferienhaus zu verkaufen, in dem er seine Kindheit verbracht hat. Doch was realistisch beginnt, wird schnell zu einer fantastischen, märchen-haften Geschichte, in der nichts ist, was es zu sein scheint. Ein Bergsturz  hat das Rhonetal in einen riesigen See verwandelt und das Wallis zurück in eine mittelalterliche, bedrohliche Welt. Sindbad und Odysseus haben ihren Auftritt, Sagen vom Zug der Toten Seelen über die Gipfel, eine unheimliche Bischöfin und Fragen nach Gender und Sexus, Sommertage auf der Alp und eine Jugendliebe des Erzählers. Grandios schildert Hettche die alpine Natur und vergessene Lebensformen ihrer Bewohner, denen in unserer von Identitätsfragen und Umweltzerstörung verunsicherten Gegenwart neue Bedeutung zukommt. Im Kern aber kreist die musikalische Prosa dieses großen Erzählers um die Fragen, welcher Trost im Erzählen liegt und was es in den Umbrüchen unserer Zeit zu verteidigen gilt.

Autor*in

Thomas Hettche
Thomas Hettche wurde in einem Dorf am Rande des Vogelsbergs geboren und lebt in Berlin. Seine Essays und Romane, darunter »Der Fall Arbogast« (2001), »Die Liebe der Väter« (2010), »Totenberg« (2012), »Pfaueninsel« (2014) und »Herzfaden« (2020), wurden in über ein Dutzend Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Premio Grinzane Cavour, dem Wilhelm Raabe-Preis, dem Solothurner Literaturpreis und dem Joseph-Breitbach-Preis. Zuletzt erschien »Sinkende Sterne« (2023).

Themen in »Sinkende Sterne«

Autofiktion dystopisch Schweiz Gesellschaftskonflikte Freiheit Alpen Apokalypse Kunstfreiheit Herzfaden Arbogast Autofiktionaler Erzähler literarische Autofiktion Gesellschaftsikritik Parallel-Gesellschaft

Stimmen zu »Sinkende Sterne«

»Es ist ein eleganter, bis ins Kleinste sprachlich ausgefeilter Roman mit einem bitteren Ende [...]. Es markiert seinen Erzähler zugleich als einen aus der Zeit gefallenen Menschen, der sich gegen den ideologisch getönten Missbrauch der Literatur zur Wehr setzt.«
Christoph Schröder ()

»Ein Buch wie ein rauschhafter Ritt durch den aktuellen Themenpark«
()

»Thomas Hettche verbindet in seinem neuen Roman scheinbar unvereinbare Genres: Autobiografie und Fantastik [...] ein bewegender und überaus vielschichtiger Roman.«
Wolfgang Schneider ()

»eine Suche nach dem, was unverbrüchlich ist in einer hyperventilierenden Welt«
Martin Maria Schwarz ()

»ein wagemutiger, vielschichtiger, bisweilen fast rauschhafter Roman«
Jutta Duhm-Heitzmann ()

Details

ISBN: 9783462321241
Verlag: E-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinung: 07.09.2023

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