Von einem, der auszog, die Liebe zu retten
Haben Sie eine absurde, banale oder sogar peinliche Frage zur Liebe? Können Männer und Frauen befreundet sein? Darf ich meiner Freundin sagen, dass sie zu kleine Brüste hat? Ist Fremdgehen nach der Hochzeit noch drin? Oder auch: Hat sich mein Mann die Ehe mit mir erschlichen? Solche und andere Fragen nach der Liebe beantwortet Malte Welding seit 2010 regelmäßig in der Berliner Zeitung, fair und mutig, schonungslos, aber nie boshaft und immer überraschend. Er bedient sich dabei der ganzen europäischen Geistesgeschichte, regt zum Nachdenken, Philosophieren und Entschlossen-auf-den-Tisch-hauen an. Wie es anfängt, wie es ist und wie es endet – davon erzählt er mit Verve, Witz und Scharfsinnigkeit; immer bereit, eine Beziehung oder wenigstens die Würde zu retten.
»›Liebe tut mir nicht gut. Sollte ich es nicht einfach lassen?‹ Elske, 32
›Wenn Stubenfliegen Geschlechtsverkehr haben, schlagen die Männchen wild mit den Flügeln. Bei etwa fünf Prozent aller von Forschern beobachteten Kopulationen wurden beide Fliegen, Männchen wie Weibchen, von einer Fransenfledermaus attackiert und verschlungen. Beide. Die Forscher fassten ihr Ergebnis mit den Worten ›Sex kills‹ zusammen. Sex tötet.
Die Doppelnatur der Liebe macht uns unser Leben lang zu schaffen. Man braucht sie, aber sie richtet einen hin, sie reißt alle Widerstandskraft nieder, sie öffnet die Mauern zwischen uns und der Welt und lässt uns schutzlos zurück.
Pudding tut uns nicht gut, Rauchen tut uns nicht gut, Faulenzen nicht, Fleisch nicht, Liebe nicht. Eines davon ist unverzichtbar. Liebe trifft uns da, wo wir wild, töricht und am verletzlichsten sind.
Wenn eine Fliege sprechen könnte, wir würden sie verstehen: Sie bereut keinen Flügelschlag, keinen einzigen.‹«
»So geht das, so muss man das heute machen, wenn man über die Liebe schreibt.« Holm Friebe
Die Erfolgskolumne aus der Berliner Zeitung jetzt als erweiterte Sammlung in Buchform
Alles, was Sie schon immer über die Liebe wissen wollten – und noch mehr
Malte Welding
Malte Welding, geboren 1974, studierte Jura in Bonn. 2006 gründete er das Fußballblog Fooligan und war Autor und Chefredakteur des mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Internetmagazins Spreeblick. Seine Essays und Kolumnen erscheinen u.a. in der Berliner Zeitung, FAZ, FAS und taz. 2013 erschien sein Kolumnenband Angezogen hast du mich mehr angezogen. Er lebt mit Frau und Kind in Berlin.
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»Welding schreibt [...] über die Liebe, mit einem sachkundigen Ernst, der Ordnung in die Aufregung bringt.«
Franz Schuh ()