Die Welt im Ausnahmezustand – Don DeLillos neuer Roman ist das Buch der Stunde.
Nur wenige Wochen vor Ausbruch der Corona-Pandemie schloss Don DeLillo die Arbeit an seinem neuen Roman ab. Ein Werk mit verblüffenden Parallelen zur aktuellen Situation in der Welt. Ein literarischer Meilenstein.
New York im Jahr 2022: Es ist der Super Bowl Sunday. In einer Wohnung auf der East Side von Manhattan wollen fünf Menschen gemeinsam das Finale der American Football-League im Fernsehen anschauen. Die emeritierte Physikprofessorin, ihr Mann und ihr früherer Student warten auf die Ankunft eines befreundeten Paares, das gerade auf dem Rückflug von Paris ist. Die Gespräche drehen sich um Einsteins Relativitätstheorie, ein Überwachungsteleskop im nördlichen Chile und eine besondere Bourbon Marke.
Und dann passiert etwas Seltsames – auf einmal brechen alle digitalen Verbindungen ab. Sämtliche Bildschirme werden schwarz. Tiefschwarz. Die Freunde treffen ein, ihr Flug war dramatisch. Verwunderung, Erschütterung, Mutmaßungen. Die fünf versuchen sich einen Reim auf das rätselhafte, beängstigende Geschehen zu machen. Sie tauchen tief ein in das Wesen der Zeit, in die Essenz der menschlichen Existenz.
Es ist geradezu unheimlich, wie hellsichtig Don DeLillo in seinem neuen Roman die gegenwärtige Situation in der Welt reflektiert oder gar vorwegnimmt. Seine geschliffene Sprache, seine Phantasie und sein seismographisches Gespür machen »Die Stille« zu einem unvergleichlichen literarischen Kunstwerk.
»DeLillo ist zweifellos einer der Meister des politischen Romans unserer Epoche. Vor allem aber ist er ein begnadeter Erzähler.« Uwe Wittstock, Die Welt.
»DeLillo ist jemand, der in der Lage ist, unpeinlich prophetische Sätze und Romane zu schreiben, einfach weil diese später ihre fatale Gültigkeit bekommen.« Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel
Über sein letztes Werk »Null K«: »Mit dem Alterswerk ›Null K‹ sprengt DeLillo erneut, wie er schreibt, das Kleinformat des Kopfkinos. Er bleibt der Untergangsprophet, der das Dasein feiert.« Wolfgang Paterno, Profil
Don DeLillo
Don DeLillo, 1936 geboren in New York, ist der Autor von zahlreichen Romanen und Theaterstücken. Sein umfangreiches Werk wurde mit dem National Book Award, dem PEN/Faulkner Award for Fiction, dem Jerusalem Prize und der William Dean Howells Medal from the American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet. 2015 erhielt Don DeLillo den National Book Award Ehrenpreis für sein Lebenswerk.
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»DeLillos kurzer Text regt die Phantasie an, der innere Film beginnt zu laufen, erst recht, wenn man das letzte Wort des Romans liest.«
Theo Byland ()
»Don deLillo erfüllt nicht die konventionellen Erwartungen des Lesers. Hier gibt es keine Lösungen bzw. Auflösungen, sondern nur eine Zustandsbeschreibung. Das macht die Faszination dieses schmalen Bands aus.«
Ulf Engelmayer ()
»Darin lag schon immer die besondere Wucht und Sprengkraft der Bücher dieses unerschrockenen Visionärs: dass er regelmäßig mit den Mitteln des realistischen Erzählens das weiterzudenken pflegte.«
Peter Henning ()
»Das Buch ist [...] ein eindringliches Plädoyer für die Entschleunigung.«
Welf Grombacher ()
»Ein verstörendes wie humorvolles Buch über die mögliche Apokalypse, die wir uns durch unseren Glauben an Technologien, die wir nicht mehr verstehen und beherrschen, selbst eingebrockt haben.«
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»Don DeLillo ist Fachmann im Aufspüren dunkler Schwingungen im Gewebe unserer hochtechnisierten Gesellschaft.«
Ferdinand Quante ()
»Der Roman der Stunde.«
Stefan Maelck ()
»Ein Meister des politischen Romans und ein begnadeter Erzähler.«
Frank Dietschreit ()
»Der Autor [...] besticht mit höchster sprachlicher Präzision, komponiert außergewöhnliche Dialoge.«
Torben Rosenbohm ()
»Penibel in der Wortwahl, großzügig im Denken. Ein kompaktes Buch für alle, die Sätze gern öfter lesen und sich auf Texte einlassen wollen, die Arbeit verlangen.«
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»Ein typischer DeLillo und ein gutes Buch.«
René Hamann ()
»Ein schmales Büchlein - tiefgehend und intelligent -, das zeigt, dass das Gewicht von Literatur nicht auf der Waage bestimmt wird.«
Peter Mohr ()
»Packendes Stück Literatur.«
Reinhard Helling ()
»Ein scharfsichtiges Buch.«
Dominik Kamalzadeh ()
»Kein Wort ist in dieser makellosen Prosa zu viel.«
Dorothea Westphal ()
»Größer und gewaltiger könnte die Macht der Worte, die sich hier entfaltet, [...] kaum sein.«
Thomas Thelen ()
»Ein Buch zum atemlosen Lesen und langen Weitergrübeln.«
Cornelia Geißler ()
»Ein prophetischer Roman.«
Jan Küveler ()
»Ein großes Buch der existentiellen Fragen. [...] DeLillos Sound ist unverwechselbar.«
Christoph Schröder ()
»DeLillo zeigt den gesellschaftlichen Ausnahmezustand nicht in dramatischen Bildern, sondern als allmähliches Zerbröseln der sprachlichen Ordnung in Obsessionen, Wahnideen, Erinnerungsbildern und Amnesien.«
Stefan Kister ()