Offen sein und schreiben – mehr wollte Rilke nicht, ein bescheidener und zugleich anspruchsvoller Wunsch. Als Autor erfuhr er »das ganze Leben [...], als ob es mit allen seinen Möglichkeiten mitten durch ihn durchginge«. Allerdings auch mit all seinen Widersprüchen: Rilke floh vor seinen Musen und brauchte sie doch, beklagte die Folgen des Fortschritts und begeisterte sich für Technik, er liebte das einfache Leben und umgab sich mit schönen Dingen. Mit den Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge schuf Rilke einen der ersten modernen Romane und epochemachende Gedichtzyklen, deren Ausdruckskraft bis heute nachwirkt.
Sandra Richter, Literaturwissenschaftlerin und Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach, legt eine eindrucksvolle Biografie mit neuen Quellen aus dem Rilke-Archiv vor. Sie zeigt, warum es sich heute in besonderer Weise lohnt, Rilke wieder zu lesen: Er lebte in schwierigen Zeiten, und er verarbeitete sie mit einer Wucht, die vielleicht nur im Angesicht existenzieller Bedrohung glaubhaft wirkt.
Sandra Richter
Sandra Richter, geboren 1973 in Kassel, seit Oktober 2025 Professorin für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg, seit 2019 Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Sie veröffentlichte außerdem Eine Weltgeschichte der deutschsprachigen Literatur (2017). Im Literaturmuseum der Moderne in Marbach ist bis Januar 2027 die Ausstellung Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten zu sehen.
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»[Rilkes] Vita lässt sich nur schwer von
seinem Schaffen trennen. Umso wichtiger
ist es, hinter den Mythos zu schauen. Sandra Richters erfrischender Zugang bietet
dafür die beste Gelegenheit.«
Björn Hayer ()
»[Die Biografie ist eine] beeindruckende und zudem sehr fesselnde Annäherung an diesen viel zitierten und wohl zu wenig gelesenen großen Dichter seiner und womöglich auch unserer Zeit. «
Hilmar Klute ()
»[Richter] gelingt es immer wieder, überraschende Akzente zu setzen, die Rilke an unsere Gegenwart heranholen, ohne ihn für sie zu vereinnahmen.«
Kai Sina ()
»[Eine] erfrischend neue Annäherung an einen Jahrhundertdichter ...«
()
»[Richter] räumt
die gängigen Rilke-Klischees
ab.«
Björn Hayer ()
»Wer über Rilke schreibt, muss auch gegen ihn schreiben. Muss seine Selbstmystifikationen unterlaufen und tatsächlich auch in einem fast psy- choanalytischen Versuch den Rotstift der Korrekturen ansetzen. Sandra Richter gelingt das auf sehr subtile Weise ...«
Paul Jandl ()
»... mit wissenschaftlicher Akribie, aber auch menschlich teilnehmender Emphase geschrieben ...«
Helmuth Kiesel ()
»2022 konnte das Deutsche Literaturarchiv den Nachlass des Dichters erwerben. Die Direktorin hat ihn nun für ihre große Biografie zum 150. Geburtstag ausgewertet.«
()
»Richters von jahrelanger Auseinandersetzung zeugende Biografie führt tief in Rilkes Seelenlabyrinth.«
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»[Eine] herausragende Biografie ... Es gelingt [Richter], neue und bislang unentdeckte oder vernachlässigte Seiten [Rilkes] aufzuschlagen.«
Dieter Kaltwasser ()
»Sandra Richter beeindruckt mit umfangreicher Recherchearbeit, einer erfrischend neuen Perspektive etwa auf Rilkes Verhältnis zu Frauen und gefällt mit einem sachlichen Erzählstil.«
Johannes Bruggaier ()
»Seit dem Ankauf des
großen Rilke-Archivs im Jahr 2022
sind bisher unerschlossene Briefe
und Manuskripte zugänglich. Diese
Dokumente verleihen [Richters] Werk
Frische und Nähe. Gleichzeitig befreit sie Rilke von alten Klischees
wie dem vom einsamen Genie oder
dem vom ätherischen Schwärmer
und zeigt einen Mann, der wesentlich heiterer, selbstironischer und
geschäftstüchtiger war, als man gemeinhin glaubt.«
Klaus Andreas Huber ()
»Die Germanistin Sandra Richter konnte neues Material auswerten und beschreibt in ihrem Buch [bislang] unbekannte Facetten [des Dichters] ...«
()
»Sandra Richter stellt eine Leiter an den Dichterhimmel und ermächtigt Rilke, für sich selbst zu sprechen.«
Klaus-Martin Bresgott ()
»Unbedingt lesen.«
Kristin Vardi ()
»Die Biografie ist ein großer Lesegenuss, akribisch zusammengetragene Fakten werden mühelos
und wissenschaftlich zugleich vermittelt. ...
Es ist ein kraftvolles Werk über eine ambivalente Person in einer intensiven Zeit. Unbedingt lesen.«
Kristin Vardi ()
»Ein erhellendes, facettenreiches Buch.«
Hartmut Horstmann ()
»Sandra Richter dringt tief in den unendlichen Rilke-Kosmos ein und zeichnet wohltuend unakademisch seinen Lebensweg nach.«
Bernd Melichar ()
»[Die Biografie ist] nicht im Stil trockener akademischer Abhandlungen geschrieben. ... [Man kriegt] einen sehr lebhaften und intensiven Einblick in Rilkes Gedanken- und Gefühlswelt vermittelt.«
Silke Arning ()
»Es macht große Freude, diesen Rilke kennenzulernen, sich über ihn zu wundern, sich mit ihm zu freuen und am Ende sein offenes Leben in angefochtenen Zeiten ein wenig besser zu verstehen.«
Martina Kothe ()
»Wer künftig unterwegs zu
Rilke ist, wird um dieses Buch
nicht herumkommen.«
Stefan Kister ()
»So populär wie wissenschaftlich akribisch.«
()
»Sie sollten Platz in ihrem Bücherregal machen für Sandra Richters Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben.«
Thomas Böhm ()
»Sandra Richter wirbt erfolgreich für Rilke, für ein Wiederlesen.«
Jürgen Kanold ()
»Sandra Richter gelingt das Kunststück, Rilke neu zu erzählen: mit Eleganz, tiefem Verständnis und großer Gelehrsamkeit.«
Daniel Kehlmann ()
»Richters Rilke lesen ist das hellste Vergnügen.«
Julia Franck ()