Ihre Heirat war eine Sensation: Lucie von Hardenberg, schwerreiche Tochter des preußischen Staatskanzlers, Mutter von zwei Töchtern und frisch geschieden, heiratete mit 40 Jahren den deutlich jüngeren Abenteurer Hermann Fürst Pückler. Noch war er nicht der erfolgreiche Schriftsteller und berühmte Gartenkünstler, sondern Standesherr mit altem Schloss und hohen Schulden. Dafür war er charmant und eloquent – man bewunderte seine Geistesblitze ebenso wie sein elegantes Auftreten.
Nach neun glücklichen Jahren plötzlich die Scheidung, ein Skandal, der die Gesellschaft erschütterte. Die exorbitanten Ausgaben für Schloss und Park Muskau hatten das Paar finanziell an den Rand des Ruins getrieben; der Fürst will im reichen England eine vermögende Erbin finden. Seine Briefe an Lucie von dieser Reise, sprühend vor Witz und zärtlicher Liebe, werden unter dem Titel Briefe eines Verstorbenen zum europäischen Bestseller. Sensationell wiederum seine Reise in den Orient, von der er als »Conkubine« die blutjunge Sklavin Machbuba mitbringt – ein bis heute diskutiertes unerhörtes Ereignis.
Viel ist über Fürst Pückler und seine einzigartigen Parkanlagen geschrieben worden; wenig weiß man dagegen über seine Frau Lucie, ohne deren liebevolle Zuwendung sein Leben wohl anders verlaufen wäre. Dagmar von Gersdorff, bekannt durch ihre erfolgreichen Darstellungen von Goethes Mutter, Caroline von Humboldt, Julia Mann und Goethes Schwiegertochter Ottilie von Goethe, erzählt temperamentvoll und dabei bestens dokumentiert von diesem schillerndsten Paar der Goethezeit.
Dagmar Gersdorff
Dagmar von Gersdorff, geb. von Forell, stammt aus Trier/Mosel. Sie lebt heute als Literaturwissenschaftlerin und Biographin in Berlin. Verheiratet, drei Kinder. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Ihre Promotion schrieb sie über den Einfluss der deutschen Romantik auf Thomas Mann. Für die Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz verfaßte sie drei Text-Bild-Bände.
Bekannt wurde sie durch ihre Biographien über bedeutende literarische und historische Persönlichkeiten: Marie Luise Kaschnitz, Bettina und Achim von Arnim, Goethes Mutter, Caroline von Günderrode, Goethes Enkel, Prinz Wilhelm von Preußen und Elisa Radziwill, Caroline von Humboldt. Ihr Werk wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Sie ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Mitglied des internationalen PEN.
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»... höchst unterhaltsam und gleichermaßen fundiert erzählt. «
Hartmut Horstmann ()
»Die in dieser Form einmalige und äußerst lesenswerte Zusammenstellung, schließt eine wichtige
Lücke in der Pückler-Forschung.«
Mathias Iven ()
»Gestützt auf eine Korrespondenz, die wie durch ein Wunder die Zeiten überdauert hat, entfaltet die Autorin die filmreife Geschichte eines Paares, das alle Höhen und Tiefen durchlebte: Ein Leben in großem Luxus, gefolgt von drückenden Schulden, eine innige Liebesbeziehung, die ein Leben lang hielt, obwohl sie immer wieder durch extravagante Abenteuer und Eskapaden des Fürsten erschüttert wurde.«
()
»Dagmar von Gersdorff erzählt temperamentvoll und
bestens dokumentiert von
diesem schillernden Paar der
Goethezeit.«
Dietmar Bender ()
»So klar und deutlich wie in diesem schönen, bestens dokumentierten Buch hat man Lucie von Pückler noch nicht
gesehen. Dagmar von Gersdorff hat alles ausgewertet, was sich über das Paar finden ließ, darunter erstmals auch die
vielen Handschriften, Zeichnungen und Briefe, die bis 2009 unbekannt waren.«
Klaus Bellin ()
»[Ein] [p]räzise recherchiertes, detailreich dokumentiertes Kapitel der späten Goethezeit.«
()
»... eine eminent lesbare und informative Doppelbiographie ..., die in den Proportionen stimmig komponiert ist ...«
Till Kinzel ()
»Akribisch arbeitet sich die Autorin über 255 Seiten durch die Kulturgeschichte, die Salons, die Dokumente, die literarischen und adeligen Netzwerke und Stammbäume.«
Klaus Trende ()
»Hermann von Pückler ist heute vor
allem für seine Tätigkeit als Land
schaftskünstler bekannt ... Dieses
Sachbuch der renommierten Autorin
Dagmar von Gersdorff widmet sich
dem privaten Leben des Grafen
und stellt seine Beziehung zu
Ehefrau Lucie in den Mittelpunkt:
eine ebenso schöpferische wie
spannungsreiche Verbindung.«
()
»Genial ...«
()
»[Dagmar von Gersdorff] spricht eine
feine Sprache, geizt nicht mit Zitaten und
fugt die Zusammenhänge zu einem reichen
Ganzen, das ein glanzvolles Licht auf dieses
ungewöhnliches Paar und seine unzähligen
Briefe wirft.«
Heike Krause-Leipoldt ()
»Sehr unterhaltsam
und informativ.«
()