Schimpansen putzen die Zähne toter Artgenossen. Krähen meiden Orte, an denen sie Kadaver gefunden haben. Elefanten sammeln wie besessen Elfenbein. Wale tragen ihre Toten wochenlang durch das Meer. Dennoch glaubt der Mensch beharrlich, dass nur er allein in der Lage ist, sich einen Begriff von der eigenen Sterblichkeit zu machen. Denn seit jeher verstellt die anthropozentrische Perspektive den Blick auf die Vielfalt im Umgang mit dem Tod auf unserem Planeten. Dabei lassen sich derart viele faszinierende Reaktionen auf den Tod beobachten, die unseren zwar nicht gleichen mögen, doch trotzdem von Verständnis handeln.
Das Schweigen der Schimpansen verbindet philosophisches Nachdenken mit den aktuellsten Erkenntnissen aus der Verhaltensforschung und der vergleichenden Psychologie. So präsentiert Susana Monsó eine neue wissenschaftliche Disziplin: die vergleichende Thanatologie. Und sie zeigt eindrücklich, dass wir, wenn es um Tod und Sterben geht, vielleicht nur ein Tier unter vielen sind.
Susana Monsó
Susana Monsó unterrichtet am Lehrstuhl für Logik, Geschichte und Wissenschaftsphilosophie an der UNED, Madrid. Ihre Forschungsarbeiten haben die soziokognitiven Fähigkeiten von Tieren und die daraus resultierenden ethischen Implikationen zum Gegenstand. Ihre Beiträge erschienen in veschiedenen akademischen Reihen (u.a. Erkenntnis, Synthese, Mind & Language, Philosophical Quartely und British Journal for the Philosophy of Science).
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»Susana Monsó verbindet anrührende Geschichten […] mit penibler philosophischer Analyse von Beobachtungen, Begriffen und Bedingungen.«
Manuela Lenzen ()
»Ein äußerst bewegendes und durchdachtes Buch darüber, ob Tiere den Tod verstehen – und was das überhaupt bedeutet.«
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»Unterhaltsam, doch mit messerscharfer Logik arbeitet Susana Monsó Kapitel für Kapitel heraus, warum viele Tierarten ein Verständnis vom Sterben haben, auch wenn es weniger komplex ist und anders aussieht als bei uns Menschen.«
Helene Baumgartl ()
»Immer mehr Fähigkeiten, die der Mensch bislang nur sich selbst zugeschrieben hat, entdeckt er auch in der Tierwelt. Nach der
Lektüre dieses klugen Buches bröckelt das Selbstbild des homo sapiens noch mehr, mit dem er sich jahrhundertelang vom
Tierreich abzugrenzen versucht hat.«
Helene Baumgartl ()
»Ein sehr spannendes Buch ... [Es ist] sehr schön, [wie Monsó] erklärt: Was ist überhaupt das ›Minimalkonzept‹ vom Tod?«
Dagmar Röhrlich ()
»Tiere mit Köpfchen können ein ›Konzept vom Tod‹ entwickeln, analysiert die spanische Philosophin Susana Monsó in ihrem Buch Das Schweigen der Schimpansen. ... Für Laien verständlich warnt sie genauso vor einer Vermenschlichung ...«
Hedwig Derka ()
»[D]ie spanische Philosophin Susana Monsó [belegt] hochspannend, dass Tiere – was ihnen oft abgesprochen wird – eine Vorstellung vom Sterben haben.«
Meike Dinklage ()
»[Das Schweigen der Schimpansen] ist dem relativ jungen Forschungsfeld der vergleichenden Thanatologie gewidmet, das untersucht, wie Tiere auf verstorbene oder dem Tod nahe Individuen reagieren. Dabei ergeben sich erstaunliche und äußerst berührende Begegnungen ...«
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»[I]n aller Präzision schließt [Susana Monsó] ihre Schlussfolgerun[g]: ... [Der Mensch] ist nur ein Tier unter Tieren. ... Sie ist weit entfernt von esoterisch grundierter Unschärfe des Denkens. [Ihre] Klarheit macht die Lektüre des Buches so anregend.«
Katrin Schumacher ()
»[Alle zahlreichen Beispiele im Buch] zeigen auf, welch eine
große Vielfalt im Umgang mit dem Tod im Tierreich zu beobachten ist. Genau das zeichnet
[Monsós] Buch aus. Dazu kommt eine sehr detaillierte und wissenschaftlich Annäherung ...«
Kim Kindermann ()
»Die eloquente Autorin legt mit Freude ein Buch vor, das sich nicht an reines Fachpublikum wendet. Es ist klar aufgebaut und folgt innerer Logik. Monsó entführt in die Welt der Philosophie und Biologie, streift andere Disziplinen, definiert Begriffe, erläutert, reflektiert.«
Karoline Pilcz ()
»Das Schweigen der Schimpansen ist [ein] kluges, nachdenkliches, vorzüglich lesbares Buch ...«
Oliver Pfohlmann ()
»... die Leser:innen [erfahren]
nicht nur etwas über das im Tierreich weit verbreitete Konzept des
Todes, sondern erhalten ganz nebenbei noch einen Einblick in die
moderne analytische Philosophie.«
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»Eine spannende Einführung in die
vergleichende Thanatologie, gut zu lesen auch für
Nicht-Philosoph*innen.«
Beate Foltin ()