Gabriele Münter, Tochter deutsch-amerikanischer Auswanderer, Lebensgefährtin des russischen Malers Wassily Kandinsky, unterwegs in Tunis und Italien, wohnhaft in Paris und Stockholm, ist ein frühes und herausragendes Beispiel einer selbstbestimmten und weltoffenen Künstlerin.
In ihrem Haus in Murnau gab sie dem Blauen Reiter eine Heimat, ging gegen alle Widerstände des Kunstmarkts ihren ganz eigenen künstlerischen Weg in den Expressionismus und sah sich gefeiert, vergessen und wiederentdeckt.
Kompakt und differenziert zugleich schildert Boris von Brauchitsch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Künstlerinnen-Karriere um 1900, die kreative Selbstbehauptung Münters an der Seite Kandinskys, die Intrigen der Künstlerkollegen, die emotionalen Höhen und Abgründe sowie die Einsamkeit, der sie immer wieder Bilder entgegensetzt, die Vitalität und Melancholie gleichermaßen zum Ausdruck bringen.
Boris Brauchitsch
Boris von Brauchitsch, geboren 1963 in Aachen, ist Kunsthistoriker, promovierte über den Fotografen Herbert List und verfasste unter anderem prägnante Biografien herausragender Künstlerpersönlichkeiten (Caravaggio, Leonardo da Vinci, Adolphe de Meyer, Gabriele Münter u. a.). Er arbeitet als Autor, Fotograf und Kurator und lebt in Berlin und Las Palmas.
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»Boris von Brauchitsch hat eine Biografie geschrieben, die ohne viele Worte eine ganze Epoche einfängt.«
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»Boris von Brauchitsch hat eine kenntnisreiche Einführung in Leben und Werk Gabriele Münters vorgelegt, die sich vom kunsthistorisch interessierten Publikum mit Gewinn lesen lässt.«
Rolf Löchel ()