Der Buchhändler und Antiquar Giacomo lebt zurückgezogen in einer stillen Gasse in Barcelona. Seine Liebe gilt allein den Büchern. Er berauscht sich am Geruch ihres Papiers, dem Einband, der Vergoldung der Lettern und der Druckerschwärze. Sein Traum: der Aufbau einer eigenen Bibliothek. Bei dem Erwerb bibliophiler Schätze steht ihm allerdings sein Rivale Baptisto im Weg, der Buchhändler vom Königsplatz. Allmählich steigert sich Giacomos Leidenschaft zum verbrecherischen Wahn ...
Gustave Flaubert
Gustave Flaubert wurde am 12. Dezember 1821 in Rouen als Sohn eines Chirurgen geboren. Bereits im Kindesalter unternahm er erste Schreibversuche. Eine wichtige Inspirationsquelle seiner Kreativität war eine jahrelang unerfüllte Liebe zu einer älteren Frau, Elisa Schlesinger, die er 1836 kennenlernte. Sein Vater drängte ihn 1840 zum Jurastudium, das er 1844 nach einem epileptischen Anfall aber abbrach. Fortan widmete er sein Leben nur noch dem Schreiben. Nach einigen Reisen in den Vorderen Orient, u.a. nach Ägypten, kehrte Flaubert wieder auf den Familiensitz in Croisset nach Rouen zurück, wohin er sich, abgesehen von einem regen Briefwechsel mit seiner Geliebten, der Schriftstellerin Louise Colet, und vereinzelten Reisen nach Paris, in die Isolation zurückzog. Flaubert war ein unverbesserlicher Perfektionist im Umgang mit Sprache und hegte eine jahrelange Zurückhaltung, was eine Veröffentlichung seiner Manuskripte anbelangte. Madame Bovary war der erste Roman Flauberts, er erschien 1856. Der Roman zog unmittelbar einen Prozess wegen Sittenlosigkeit nach sich, Flaubert wurde aber 1857 von den Vorwürfen freigesprochen. Flaubert gilt als einer der großen europäischen Romanciers und gehört neben Stendhal und Balzac zu den großen realistischen Erzählern der französischen Literatur. Flaubert starb am 8. Mai 1880.
1936 Antiquar Antiquariat Barcelona Barcelona (Stadt) Bibliomane bibliophil Büchernarr Buchhändler Frankreich Idolatrie illustriert Madame Bovary mit Illustrationen Mönch
»[Bibliomanie] handelt von einem fanatischen Büchersammler, der Analphabet ist. Er kann gar nicht wissen, was er hortet. Wenn das keine signatur unserer Zeit ist!«
Jens Jessen ()
»... So durchziehen den Text auch nach dem Ende der Gothic-Novel-Blütezeit romantische Schauermotive, die durch das grandiose und kaum genug zu würdigende Illustrationswerk von Burkhard Neie wirkungsvoll verstärkt werden.«
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»Burkhard Neie hat Flauberts Text herrlich altmodisch und trotzdem zeitgenössisch illustriert. ... Das perfekte Büchlein für alle Büchernarrischen.«
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»Kaum zu glauben, dass Flaubert erst 15 war, als er die feurige, nun fein illustrierte Gruselmär schrieb!«
Wolf Ebersberger ()