»Leichte Gedichte« in einer Zeit schwerer globaler Krisen – kann das gutgehen? Und was wollen sie uns sagen? Doch kurzweilig wird es allemal, wenn ein Dichter und ein Bildkünstler vom Range Enzensbergers und Tripps uns den Schein des Lebens vor Augen führen. Mit Lust und Laune wirbeln beide ihn auf, den Staub unserer irdischen Verhältnisse in Gestalt von Menschen, Tieren und Dingen. Da wird noch auf einer Beisetzung die Nacht durch getanzt, als sich herausstellt: Der Tote ist gar nicht endgültig tot. Makaber? Nicht, solange alles in ein paar Binnenreime, ein Liedchen à la Heine, eine Villanelle oder eine Bildsequenz passt. Und was danach? Ohne Eintrittskarte auf eine unheilige Auferstehung zu warten kann Nerven kosten. Hauptsache also, es ist schnell vorbei und alle Beteiligten befinden erleichtert: »Schwamm drüber!«
Hans Magnus Enzensberger
Hans Magnus Enzensberger wurde am 11. November 1929 in Kaufbeuren geboren und starb am 24. November 2022 in München. Als Lyriker, Essayist, Biograph, Herausgeber und Übersetzer war er einer der einflussreichsten und weltweit bekanntesten deutschen Intellektuellen.
Bildkünstler Gedichte Illustrationen illustriert Jan Peter Tripp Lyrik mit Illustrationen Büchner-Preis 1963 Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln 1985 Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf 1998 IB 1521 IB1521 Insel-Bücherei 1521
»... durchschaubar, ohne banal zu sein, griffig, ohne simpel zu sein.«
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»Die achtunddreißig Gedichte, die hier versammelt sind, loben ohne jedes Pathos ein Weltverhältnis, das sich nicht in sonnenklare Ansichten verbeißt und sich der Tatsache bewusst ist, dass im Grunde niemand weiß, wo es langgeht. Die Lektüre bewirkt, ohne dass die Verse von krampfhafter Ironie bestimmt wären, eine ruhige, heitere Stimmung ...«
Jürgen Kaube ()
»Diese Betrachtungen der Wirklichkeit meiden jede Erdenschwere und lassen so auch den Leser ein bisschen abheben ...«
Wolf Ebersberger ()