Vom Baum des Lebens ist 1934 erstmals in der Insel-Bücherei erschienen. Die Auswahl der Gedichte hatte Hermann Hesse selbst besorgt; von ihm aufgenommen wurden nur solche Verse, die seinen eigenen Kriterien der Dauerhaftigkeit und Qualität genügten. Dem Band war zu Lebzeiten Hesses und auch in den folgenden Jahrzehnten ein immenser Erfolg beschieden, was nicht zuletzt in der zeitlosen Gültigkeit seiner Inhalte begründet sein dürfte.
»Die volksliedhafte Musikalität dieser Verse hat zu Hunderten von Vertonungen inspiriert. Denn wie in der Prosa versteht es Hesse, auch in seiner Lyrik, innovative Inhalte durch traditionelle Ausdrucksformen zu vermitteln. Dabei glückt es ihm, diesen Widerspruch durch ideale, also poetische Lösungen aufzuheben. Ein weiteres Geheimnis der Wirksamkeit dieser Gedichte mag in der Intensität des Erlebens liegen, ohne die das Komplizierte nicht einfach, das Ungereimte, nicht gereimt werden kann.« (Volker Michels)
Hermann Hesse
Hermann Hesse, geboren am 2.7.1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen, starb am 9.8.1962 in Montagnola bei Lugano.
Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur, 1955 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin.
Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts.
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»Die volksliedhafte Musikalität dieser Verse hat zu Hunderten von Vertonungen inspiriert. Denn wie in der Prosa versteht es Hesse auch in seiner Lyrik, innovative Inhalte durch traditionelle Ausdrucksformen zu vermitteln. Dabei glückt es ihm, diesen Widerspruch durch ideale, also poetische Lösungen aufzuheben. Ein weiteres Geheimnis der Wirksamkeit dieser Gedichte mag in der Intensität des Erlebens liegen, ohne die das Komplizierte nicht einfach, das Ungereimte, nicht gereimt werden kann.
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Volker Michels ()
»Hermann Hesse begleitete mich durch die Jugend. Bei Demian, Siddhartha und bei Narziß und Goldmund fand ich Trost: Meine Seelennot war offenbar nicht einzigartig, anderen war es ähnlich ergangen. Aber sie war doch so besonders und kostbar, daß sich ein nicht geringer Dichter die Mühe nahm, Bücher darüber zu schreiben.«
Lukas Bärfuss ()
»Hesse hat mich seit meiner Jugend stark beeinflusst. Seine Kraft, Energie und Vitalität waren mir immer ein Vorbild.«
Patti Smith ()
»Hesse ist der Lehrmeister des rettenden Eskapismus.«
Juri Andruchowytsch ()
»Hermann Hesse war eine große Künstlernatur. Jemand, der viel, sehr viel an sich gearbeitet hat, der sich im ganz ernsten Sinn als Person in seinem Schreiben selbst zu erarbeiten versucht hat. Das können nicht so viele von sich behaupten.«
Andreas Maier ()
»Ich teile Hermann Hesses Überzeugung, dass unsere menschliche Intelligenz besser für Frieden und Versöhnung geeignet ist als für Krieg und Vernichtung, und ich teile seine Einstellung über die reiche Vielfältigkeit menschlichen Lebens.«
Dalai Lama ()
»Ich erinnere mich noch gut daran, wie mein jugendliches Chaos in Hesses Demian seine Sprache gefunden hat.«
Jürg Acklin ()