Kate Swaffer erhielt mit 49 Jahren die Diagnose einer früh einsetzenden Demenz. Statt sich dem ärztlichen Rat zu fügen und sich zurückzuziehen, entschied sie sich für einen anderen Weg. In diesem Buch verbindet sie persönliche Erfahrung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesundheitspolitischen Analysen.
Im Zentrum steht die Kritik an der „verordneten Inaktivierung" – jener Praxis, Betroffenen nach der Diagnose nahezulegen, ihre Berufstätigkeit aufzugeben und sich auf den Verlust ihrer Fähigkeiten einzustellen. Swaffer zeigt auf, warum dieser Ansatz kontraproduktiv ist, und stellt ihm ein Modell gegenüber, das Demenz als kompensierbare Beeinträchtigung begreift. Sie beschreibt, wie Rehabilitation, assistive Technologien und Inklusion dazu beitragen können, Autonomie und Lebensqualität zu erhalten.
Das Buch behandelt die psychologischen Dimensionen von Trauer und Identitätsverlust, die Rolle respektvoller Sprache, die Rechte von Betroffenen im Gesundheitssystem sowie die Herausforderungen für Familien. Es richtet sich an Menschen mit Demenz und deren Angehörige ebenso wie an Fachkräfte aus Pflege, Medizin und Gesundheitspolitik. Swaffer schreibt aus der Ersten-Person-Perspektive – ehrlich, kämpferisch und wissenschaftlich fundiert. Ein unverzichtbarer Beitrag zur Debatte über Selbstbestimmung und Menschenrechte in der Demenzversorgung.
Kate Swaffer
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