Eine bittersüße Geschichte von dem alten Bahnwärter und den Zehn Geboten.
Eine kaputte Kuckucksuhr, ein hartnäckiger Bandwurm, Liebesbeweise in Form unzähliger Notizzettel und die Leidenschaft fürs Boulespiel - darum geht es, neben vielem anderen, in den Erinnerungen des pensionierten Bahnwärters Pascal. Hat man nur dann wirklich gelebt, wenn man die Grenzen des Erlaubten überschritten hat? Diese Frage lässt dem Witwer keine Ruhe, nachdem der neue Dorfschullehrer mit einem Diebstahl geprahlt hat. Du sollst nicht stehlen, nicht lügen, nicht ehebrechen, Vater und Mutter ehren und den Feiertag heiligen: Pascal stellt bald fest, dass er es nicht nur beim Kirschenklauen, beim ständigen Aufschneiden, Mogeln und Flunkern oder bei seinen Bordellbesuchen mit den Zehn Geboten nicht allzu genau genommen hat. Zu schaffen macht ihm jedoch, dass er gegen ein ungeschriebenes Gebot verstoßen hat: Du sollst deiner Frau zeigen, wie sehr du sie liebst…
Isabelle Condou
Isabelle Condou wurde 1971 in Givet in den Ardennen geboren. Nach ihrem Philosophie-Studium lebte sie einige Jahre in New York und arbeitete als Stewardess. Im Jahr 2000 erschien ihr erster Roman "Il était disparu". Heute lebt sie in Blaye (Aquitanien) und arbeitet, wenn sie nicht gerade einen neuen Roman schreibt, auf einem Weingut. Die Übersetzerin Claudia Steinitz studierte Französisch und Italienisch. Sie ist seit fünfzehn Jahren als Literaturübersetzerin tätig und übertrug u. a. Gabriele D'Annunzio, Alice Ferney, Jean-Christophe Rufin, Véronique Olmi, Gilles Rozier und Bertina Henrichs ins Deutsche.