Ein namenloses Land, von fremden Truppen besetzt. Frank Friedmaier wächst als Sohn einer Prostituierten in einem Bordell auf. Aus reiner Langeweile wird er zum Mörder und verschachert das Mädchen, das ihn liebt. Als er schließlich begreift, was er getan hat, ist es zu spät. Ein großer, unerbittlicher Roman über die Frage, wie das Böse in die Welt kommt.
Mit einem Nachwort von Daniel Kehlmann
Georges Simenon
Georges Simenon, geboren am 13. Februar 1903 im belgischen Lüttich, gestorben am 4. September 1989 in Lausanne, gilt als der »meistgelesene, meistübersetzte, meistverfilmte, in einem Wort: der erfolgreichste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts« (Die Zeit). Seine erstaunliche literarische Produktivität (75 Maigret-Romane, 117 weitere Romane und mehr als 150 Erzählungen), viele Ortswechsel und unzählige Frauen bestimmten sein Leben. Rastlos bereiste er die Welt, immer auf der Suche nach dem, »was bei allen Menschen gleich ist«. Das macht seine Bücher bis heute so zeitlos.
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»›Der Schnee war schmutzig‹ liefert Psychogramme der Entfremdung im Zuge eines allgemeinen moralischen Niedergangs. Simenon seziert Bedingungen, die das Böse zur Banalität erklären.«
Jamal Tuschik ()
»Mit Der Schnee war schmutzig liefert Georges Simenon eine zeitlose Betrachtung über das Wesen des Menschen und die Fragilität der Zivilisation als Meta-Noir.«
Carsten Schrader ()
»Dieser so düstere, lange nachwirkende Roman hat in seiner zeitlosen Betrachtung des menschlichen Wesens und der leichten Zerbrechlichkeit unserer Gesellschaft auch 70 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nichts an Kraft verloren.«
Sigismund von Dobschütz ()