Mit beeindruckender Gelehrsamkeit und großer interpretatorischer Weite entfaltet der Karl Matthäus Woschitz die zentralen Themen hermetischen Denkens: die Idee des Einen und Allumfassenden, die Sehnsucht nach Erkenntnis und Wiedergeburt, die Vergöttlichung des Menschen, den Aufstieg der Seele sowie die Frage nach dem verborgenen göttlichen Kern im Inneren des Menschen. Dabei werden die hermetischen Texte nicht nur historisch erschlossen, sondern als lebendige Zeugnisse einer spirituellen Suche verstanden, die bis in die Gegenwart nachwirkt.
Dabei zeigt Woschitz detailliert, wie die mit "Hermes Trismegistos", dem "dreimalgrößten Hermes" verbundene sakral-philosophische Bewegung der "Hermetik" versuchte, das menschliche "Ich" in all seiner Begrenztheit und seinem Widerstreben, mit dem überseienden und absoluten Einen als dem Inbegriff allen Seins, zu einer rettenden Einung zu führen.
Karl Matthäus Woschitz
Karl Matthäus Woschitz, geb. 1937, Dr. theol., Em. O. Univ.-Professor für Religionswissenschaft und Biblische Theologie an der Universität Graz.
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