Neue Perspektiven auf den Star-Dirigenten
Musik, Macht und Moral – wer war Herbert von Karajan im Nationalsozialismus? Bestseller-Autor Michael Wolffsohn legt durch diese historische Einordnung eine umfassende Neubewertung zu Karajan vor und korrigiert zentrale Fehleinschätzungen über dessen Verhältnis zum Nazi-Regime.
Herbert von Karajan gilt als bedeutendster Dirigent des 20 Jahrhunderts. Sein Einfluss auf die Musik – nicht nur die Klassik – ist enorm. Er prägte einen eigenen Klangstil und hat bis heute ca. 300 Mio. Tonträger verkauft. Doch seine Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus wird kontrovers diskutiert. In Aachen, seiner ehemaligen Wirkungsstätte, wurde 2023 gar eine Büste Karajans aufgrund seiner Vergangenheit entfernt. Allerdings fehlte bislang eine vollständige historische Einordnung.
Karajan – unpolitischer Künstler? Opportunistischer Mitläufer? Oder gar überzeugter Regimefreund?
Michael Wolffsohn legt auf der Grundlage umfangreicher internationaler Archivarbeit mit teils erstmals ausgewerteten Quellen ein umfassendes Gesamtbild des Stardirigenten vor. Er widerspricht verbreiteten Annahmen einer besonderen Nähe Karajans zum NS-Regime. Wolffsohn betrachtet:
Mit „Genie und Gewissen“ legt Wolffsohn eine differenzierte Gesamtschau vor, die zentrale Irrtümer korrigiert und eine fundierte Einordnung ermöglicht. Es ist
Neue Perspektiven auf einen Superstar der klassischen Musik
Auswertung zahlreicher bisher unbekannter Dokumente
Von Bestseller-Autor Michael Wolffsohn
Wichtiger Beitrag zur Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts
Michael Wolffsohn
Michael Wolffsohn, Prof. Dr., geb. 1947, ist Historiker und Publizist. Von 1981 bis 2012 arbeitete er als Professor für Neuere Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München. Er hat zahlreiche Bücher, Aufsätze und Fachartikel verfasst und ist publizistisch und als vielbeachteter Vortragsredner tätig. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u.a. kürte der Deutsche Hochschulverband Michael Wolffsohn 2017 zum Hochschullehrer des Jahres und 2018 wurde er mit dem Franz-Werfel-Menschenrechtspreis der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen ausgezeichnet.
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Wolffsohn entnazifiziert Herbert von Karajan. Der prominente Zeitgeschichtler hat die Dokumente über des Dirigenten Beziehung zum NS-System neu gesichtet. Genie und Gewissen räumt mit einigen Mythen auf
Wilhelm Sinkovicz ()
War der Jahrhundertdirigent nur Mitläufer oder überzeugter Nazi? Der Historiker Michael Wolffsohn hat dieser Frage ein aufwendig recherchiertes Buch gewidmet – und stellt einige Annahmen richtig.
Helmut Mauró ()
Wolffsohn bringt sich selbst ins Spiel, seine eigene jüdische Identität und Perspektive. Und das erzeugt eine erstaunliche Nähe und Emotionalität.
Christine Lemke-Matwey ()
Wenn ein scharfzüngiger, mit der öffentlichen Erregung virtuos jonglierender Zeithistoriker wie Wolffsohn sich über die NS-Verstrickungen des Dirigenten Herbert von Karajan beugt, erwartet die Leser Zündstoff.
Christine Lemke-Matwey ()
Genie und Gewissen ist keine simple Verteidigungsschrift, sondern führt einem die Mehrdimensionalitäten einer Künstlerexistenz im Nationalsozialismus so eindringlich vor Augen, so nah wie wenige andere Bücher.
Christine Lemke-Matwey ()