Die „Geschichte des Buchhandels in Österreich“ - die erste zusammenfassende Darstellung zu diesem Thema überhaupt - gibt einen Überblick über gut fünfhundert Jahre Verlags- und Buchhandelsgeschichte im Gebiet der habsburgischen Erblande bzw. der heutigen Republik Österreich.
Das in neun Epochenabschnitte gegliederte Werk beginnt mit dem Übergang vom Handschriftenhandel zum Handel mit dem gedruckten Buch und endet in der unmittelbaren Gegenwart.
Die Autoren folgen einem einheitlichen Grundkonzept und betrachten Produktion, Verbreitung und Rezeption gedruckter Medien in ihrer Abhängigkeit von politischen, gesellschaftlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Faktoren. Eingebettet in Beobach-tungen zur Entwicklung der Zensur und des Urheberrechts, der Schriftstellerschaft und des Lesepublikums werden die Veränderungen in den Organisationsformen des Buchhandels sowie die Entwicklung in den einzelnen Sparten des Verlagswesens und im verbreitenden Buchhandel nachgezeichnet; besonderes Augenmerk gilt den Verflechtungen mit dem deutschen Buchmarkt.
Das Werk ist anhand einer Fülle neuer Quellen erarbeitet worden. Diese geschlossene, umfangreiche Darstellung der Eigenentwicklung des österreichischen Buchhandels ist ein herausragendes Standardwerk.
Norbert Bachleitner