"Dieses Buch ist ein Bericht darüber, wie aus einer Reihe zunächst unscheinbarer Einzelereignisse und Fehlentwicklungen die größte Finanz- und Wirtschaftskrise seit über zwei Generationen wurde. Es ist der Versuch, diese Große Rezession in den Kontext anderer großer Krisen des Kapitalismus zu stellen und erste Lehren daraus zu ziehen. Dies geschieht in großer Demut. Wie andere Ökonomen und Wirtschaftsjournalisten hatte ich zwar einige der Krisensymptome früh erkannt - das wachsende Handelsdefizit der USA, die sinkende Sparquote der Amerikaner, exzessive Schuldenquoten bei der Finanzierung von Firmenübernahmen -, ich unterschätzte aber die Dimension der Gefahr völlig."Nikolaus Piper
Was kommt nach der Krise?
Die Vereinigten Staaten stehen mitten in einem epochalen Umbruch. Die zweite große Weltwirtschaftskrise, die am 15. September 2008 in New York ausgebrochen ist, hat die Ursache in den unverantwortlichen Exzessen an der Wall Street, aber noch mehr in fundamentalen globalen Ungleichgewichten. Amerika hat über seine Verhältnisse gelebt und China hat seinen Handel auf dem Rücken anderer Länder ausgedehnt. Die Ungleichgewichte werden jetzt korrigiert und Millionen Menschen müssen darunter leiden.Es zeigt sich, dass die USA ihre Wirtschaftsprobleme nicht mehr alleine lösen können. Die Zeiten, in denen die Wall Street den Puls der Weltwirtschaft bestimmte, sind unwiderruflich vorbei. Doch Präsident Barack Obama hat die Chance, die Führungsrolle der nach wie vor dominierenden Wirtschaftsmacht der Welt im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts neu zu definieren.Der Wirtschaftsjournalist Nikolaus Piper hat die Finanz- und Wirtschaftskrise seit ihren Anfängen in New York erlebt. In seiner von vielen Alltagserfahrungen geprägten Analyse schildert er, wie die Krise Amerika verändert und was die Präsidentschaft Obamas für die Weltwirtschaft bedeutet.
Nikolaus Piper
Kapitalismus USA Wirtschaftskrisen
"Dieses Krisenbuch tut gut: Es dramatisiert nicht unnötig. Aber es nennt die Dinge beim Namen. Und vor allem: Es ordnet ein." Thomas Speckmann, Internationale Politik, September/Oktober 2009
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