Ein japanischer Matrose wird auf der Suche nach seinem amerikanischen Hippievater am Strand einer gottverlassenen Insel vor der Küste Georgias angeschwemmt. Auf der Insel, die von Hungerleidern, exaltierten Künstlern und biederen amerikanischen Bürgern, die dort Ferien machen, bewohnt wird, kommt es zu einer dramatischen Begegnung zweier gegensätzlicher Kulturen. Boyles tragikomischer Roman über die blutigen Missverständnisse, die aus Unkenntnis des Fremden entstehen, hält den Leser bis zur letzten Seite in Atem.
»T.C. Boyle ist der unterhaltsamste Historiograf der kalifornischen Gegenkultur.« Der Spiegel
»Der kalifornische König der klugen Unterhaltung.« Die Tageszeitung
T.C. Boyle
T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, ist der Autor von zahlreichen Romanen und Erzählungen, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Er wurde unter anderem mit dem PEN/Faulkner-Preis, dem Prix Médicis, dem Henry David Thoreau Prize und dem Rea Award für Kurzgeschichten ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen zuletzt u.a. »Sprich mit mir« (Roman 2021), »Blue Skies« (Roman, 2023), »I Walk Between the Raindrops« (Storys, 2024) und »No Way Home« (Roman, 2025).
Ausgrenzung Fremdheit Georgia Gewalt Humor Identität Kulturschock Künstlerkolonie Rassismus Satire Unterhaltung
"Boyles Roman wird von einer wunderbaren, erzählerischen Präzision vorangetrieben, die den Stoff in einer unnachahmlichen Mischung aus knalligem Hollywood-Breitwandepos und der tragischen Unausweichlichkeit der griechischen Tragödie entfaltet. Boyle gelingt es glänzend, den Zusammenprall klassisch östlicher mit klassisch westlichen Norm- und Wertesystemen in dieser Geschichte Ereignis werden zu lassen. Was die Dramaturgie des Romanaufbaus und die Fähigkeit betrifft, trotz aller kalkulierter Kolportage nie trivial zu werden, wüßte ich keinen zeitgenössischen Autor, der Boyle das Wasser reichen kann. ... Boyle erzählt hinreißend plastisch eine wunderbare Geschichte, und deshalb ist "Der Samurai von Savannah" ein in jeder Hinsicht fabelhafter Roman."
Klaus Modick, Frankfurter Rundschau, 12.09.92
()