Ein Luxuskaufhaus, ein toter Geschäftsführer und eine treue Reinigungskraft, die mehr Geheimnisse hütet, als sie preisgibt: »›Die Auster‹ liest sich wie ein echter Klassiker und ist zugleich auf beunruhigende Weise aktuell.« (Stefanie De Velasco)
Der Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses wird ermordet aufgefunden. Doch bis die Polizei am Tatort eintrifft, hat Leonora Bloch alle Spuren beseitigt, so diskret und gründlich, wie sie schon seit 45 Jahren als Reinigungskraft bei Dr. Bronstett jeder Form von Unordnung begegnet. Als die Ermittlungen in die Austernbar in der fünften Etage führen, ist man schon mittendrin im Mikrokosmos dieses Kaufhauses, das von der paradoxen Sehnsucht nach vergangener Pracht und erschwinglichem Luxus lebt. Und niemand scheint sich in dieser Welt, wo Glanz und Elend, Armut und Reichtum so entwaffnend aufeinandertreffen, besser auszukennen als die 73-jährige Leonora. Doch kennt sie wirklich alle Geheimnisse und welche hütet sie selbst?
Die gefeierte Stilistin Yael Inokai inszeniert eine Kriminalgeschichte, die ein feingefügtes Netz menschlicher Schicksale birgt.
Ein legendäres Luxuskaufhaus, ein toter Geschäftsführer und eine treue Reinigungskraft, die mehr Geheimnisse hütet als sie preisgibt
Die gefeierte Stilistin und preisgekrönte Autorin Yael Inokai schreibt zart und ambivalent über die Kluft zwischen Arm und Reich
Ein spannender, tiefgründiger Roman über die vielen Formen sozialer Unsichtbarkeit
Yael Inokai
Yael Inokai, geboren 1989 in Basel, lebt in Berlin. Ihr zweiter Roman "Mahlstrom" wurde mit dem Schweizer Literaturpreis 2018 ausgezeichnet. Für ihren Roman "Ein simpler Eingriff" erhielt sie den Anna Seghers-Preis 2022 und den Clemens-Brentano-Preis 2023. Sie ist in sieben Sprachen übersetzt.
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»Dass man beim Lesen wiederholt schnappatmig wird, ist vielmehr dieser tief anrührenden Figur der Leonora Bloch geschuldet.« Franziska Meister, WOZ - Die Wochenzeitung, 17.9.26
»Schnell zeigt sich, dass in diesem Roman nicht die Aufklärung die Hauptsache ist, sondern der Mikrokosmos der Kaufhauswelt, den – so die Jury – ›Yael Inokai mit leichter Hand entwirft‹.« Tanja Opiasa, Basler Zeitung, 10.9.2026
»Inokais Hauptfigur überzeugt in ihrer herben Zurückhaltung vor dem Hintergrund einer unwirtlichen Stadt, des unterkühlten winterlichen Berlin.« dpa, 9.9.2026
»Ein unter dem grauen Winterhimmel Berlins ablaufender Krimi und zugleich ein hoch literarisches Rätsel.« Paul Jandl, NZZ, 25.8.26
»Inokai gelingt es mit einem an Berliner Schnauze angelehnten schnoddrigen Stil, die Protagonistin und ihr Dasein zu fassen, zeigt in kurzen Momenten die vielfältigen und queeren Elemente um Leonora und überrascht mit einer fast beiläufigen Aufklärung.« Nina Süßmilch, L-Mag, 28.8.26
»Warum sind so viele von uns so einsam? Inokai schreibt darüber so lakonisch wie
einst die Beatles in ›Eleonor Rigby‹.« Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 20.8.26
»›Die Auster‹ greift klassische Krimimotive auf und entwickelt daraus einen eigenständigen, klugen und ausgesprochen unterhaltsamen Roman.« Barbara Seidl-Reutz, Buchkultur, 21.8.26
»Wem mal wieder der Sinn nach einem packenden Kriminalroman steht, der liegt bei der Schweizer Autorin Yael Inokai natürlich goldrichtig.« Daniel Schieferdecker, Szene Hamburg, 8/2026
»Sie beobachtet nicht nur gut, sondern findet auch immer wieder treffende Ausdrücke für tausendmal Gesehenes.« Sabine Scholl, Der Standard, 16.8.26
»Yael Inokais vierter Roman berichtet lustvoll von der goldenen Zeit der Kaufhäuser und ihrem langsamen Niedergang; vor allem aber auch – in klarem, durchdachtem und nie anbiederndem Ton – von prekärer Arbeit und dem Zusammenhalt derer, die sie leisten.« annabelle, 14.8.26
»Über all dem schweben eindrückliche Stimmungsbilder, mit denen Yael Inokai auch in den früheren Romanen schon ihre Meisterschaft vorgeführt hat.« Jospeh Hanimann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.8.26
»In knappen, pointierten Dialogen und Beschreibungen, in denen Inokais Drehbuchausbildung spürbar ist, werden ihre Figuren plastisch, immerzu schwebend zwischen Bedauern, Melancholie und Lakonie.« Valerie Bäuerlein, Berliner Morgenpost, 6.8.26
»Auch bei ›Die Auster‹ staunt man lesend über ihre fein justierte Kunstfertigkeit, mit wenigen Worten und straffgezurrten Wendungen kathedralengroße neue Hallräume aufzutun.« Erik Heier, tip Berlin, 30.7.26
»Im Grunde ist dieser Roman einfach eine literarisch überzeugende, subtil und bildstark erzählte Geschichte über eine ziemlich geheimnisvolle Putzfrau.... Eine brillante Sozialstudie.« Hansruedi Kugler, Aargauer Zeitung, 3.8.26
»Spannung, Ernsthaftigkeit und hin und wieder sogar komödiantische Szenen halten sich die Waage in diesem süffig geschriebenen Roman. Gelungene Unterhaltung mit Tiefgang: Yael Inokai kann auch Krimi.« Katja Schönherr, SRF, 21.7.26
»Yael Inokai hat ihre Krimianleihe um eine schwer durchschaubare Heldin herum konzipiert, deren Sinneseindrücken und Aussagen nur mit Vorbehalt zu trauen ist.« Max Mengeringhaus, Deutschlandfunk, 24.7.26
»Ein fast schon aus der Zeit gefallener, klassischer Krimi im komödiantischen Miss-Marple-Stil... Im letzten Drittel glänzt der Roman mit einer wirklich überraschenden Wendung.« Thomas Schindler, ARD Morgenmagazin, 28.7.26
»Denn so souverän Inokai diese Klaviatur auch bespielt, ihr Text ist weit mehr als nur ein Krimi. ›Die Auster‹ ist ein beeindruckender Roman über Müdigkeit und über das Altern in einer rastlosen Gegenwart... Yael Inokai ist ein Roman gelungen, der vieles zugleich ist: spannend, komisch, traurig und klug – und bei alledem zutiefst berlinerisch.« Leander Berger, SWR Kultur, 29.7.26
»In Yael Inokais schmalem Roman tritt der Kriminalfall immer wieder zugunsten einer knapp-treffsicheren Charakterstudie und der nicht unsarkastischen Beschreibung von auseinanderklaffenden Gesellschaftsschichten zurück.« Christina Böck, Kurier, 26.7.26
»Yael Inokai macht aus dieser Krimi-Ausgangslage eine Gesellschaftssatire. Aus der trocken-lakonischen Sicht einer Putzkraft beleuchtet sie die Gegensätze von Arm und Reich.« Babina Cathomen, kulturtipp, 29.7.26
»Ein Buch für alle, die sich für feine und doch treffende Sprache interessieren.« Buchhändlerin Tatjana Vogel im ZDF Morgenmagazin, 23.7.26
»Yael Inokai führt uns in ein Universum aus verborgenen Lebensgeschichten, sozialen Gegensätzen und seltsamen Machtverhältnissen.« Judka Strittmatter, Berliner Zeitung, 22.7.26
»Klingt wie das Setting für eine Krimikomödie, entpuppt sich aber als Studie menschlicher Abgründe.« Hörzu, 23.7.26
»Der Titel von Yael Inokais höchst skurrilem und gesellschaftskritischem Roman ist doppeldeutig.« Bücher Magazin, 24.7.26
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